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"Blinder Fleck" links deutet auf Aufmerksamkeits-Defizit hin

28.02.2005


Britische Forscher finden Analogie von ADHD und Schlaganfällen


Kinder, die Dinge im linken Gesichtsfeld auslassen, könnten nach Ansicht des britischen Medical Research Council am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHD) leiden. Zu den typischen Beispielen zählen etwa das Vergessen der ersten beiden Buchstaben eines Wortes oder das Malen und Zeichnen ausschließlich am rechten Rand eines Blattes Papier, berichtet BBC-Online.

Mediziner stellen für das Vergessen oder Auslassen von Buchstaben häufig die Diagnose "Legasthenie". Wissenschaftler kennen jene Einschränkung der linken Seite von Patienten mit Schlaganfällen oder mit Verletzungen auf der rechten Seite des Gehirns. Sie weist nämlich darauf hin, dass der rechte Teil des Gehirns in irgendeiner Art und Weise betroffen ist. Bei Erwachsenen äußert sich das so, als würde eine Hälfte der Welt nicht existieren. Den Forschern der Cognition and Brain Sciences Unit vom Medical Research Council in Cambridge war allerdings aufgefallen, dass einige Kinder, die normale Intelligenz aufwiesen und keinerlei Hirnerkrankungen hatten, dennoch aber am ADHD litten, ähnliche Verhaltensmuster zeigten wie Erwachsene nach Schlaganfällen. Sie negierten die linke Seite.


In weiteren Untersuchungen an gesunden Kindern in Nottingham wollten die Forscher feststellen, ob die zehn Prozent der am meisten zappelnden und unruhigen Kinder verglichen mit den zehn ruhigsten, ebenso die linke Seite ignorieren. Tatsächlich hatten jene Kinder, die am ehesten als "Zappel-Philipp" eingestuft wurden, Probleme, Dinge die sich links befanden, wahrzunehmen, zu bemerken oder zu spüren. "Offensichtlich ist die rechte Gehirnhälfte dafür da, uns wach und aufmerksam zu machen, wenn wir gelangweilt sind", so Studienleiter Tom Manley. "Alle Kinder verlieren Informationen unproportional von links, allerdings passiert dies bei jenen mit ADHD schneller", führt der Forscher aus.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk

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