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Biologische Rheumatherapie - der Schlüssel für eine wirksame Behandlung?

01.02.2005


In seinem 1. Workshop 2005 beschäftigt sich das Leipziger Rheumazentrum u. a. mit innovativen Medikamenten, die auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen von der Entstehung und medikamentösen Beeinflussung der rheumatoiden Arthritis, im Volksmund gewöhnlich als Rheuma bezeichnet, beruhen. So weiß man seit langem, dass Rheuma eine Autoimmunerkrankung ist, die auf einer Fehlregulation des Immunsystems beruht. Der Körper reagiert mit einer Entzündung der Gelenkinnenhaut, welche zu Deformierungen bis hin zur vollkommenen Zerstörung der Gelenke führen kann. Dies ist gewöhnlich mit großen Schmerzen verbunden. Nicht selten müssen künstliche Gelenke eingesetzt werden.



Eine Gruppe innovativer Medikamente sind die sogenannten Biologica, welche gentechnisch hergestellt werden. Diese Eiweiße erlauben die Interaktion der Immunzellen gezielt zu beeinflussen und greifen erstmals spezifisch in die Kette des Krankheitsgeschehen ein. Noch setzt man diese Medikamente nur ein, wenn andere Therapien nicht ausreichend wirken oder versagen, da die Biologicals viele ernste, noch teilweise unbekannte unerwünschten Nebenwirkungen besitzen können. Diese sind z.B. gefährliche allergische Reaktionen, schweren Infektionen oder die Induktion von bösartigen Erkrankungen des blutbildenden System. Der Workshop soll helfen, den gegenwärtigen Stand der Forschung darzustellen, Probleme auf den Tisch zu legen und zu klären, welche Patienten mit Biologicals behandelt werden können. "Biologicals sind ein wichtiger Schritt zu einer wirksamen Therapie unserer Rheumapatienten, die zukünftig jedoch noch viel genauer auf jeden einzelnen Patienten zugeschnitten sein muß.", kommentiert der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV und Leiter des Rheumazentrums, Prof. Dr. Holm Häntzschel, den Einsatz von Biologicals.

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Ein Rundtischgespräch mit Experten vieler Fachbereiche am Ende des Workshops soll die Konsequenzen für die tägliche Praxis diskutieren. "Letztendlich", so Häntzschel, "müssen Rheumaspezialisten und Allgemeinmediziner im Interesse der Patienten zusammenarbeiten."

weitere Informationen:
Dr. Frank Zeiger
Telefon: 0341 97-24930
E-Mail: rheuma@medizin.uni-leipzig.de

Prof. Dr. Holm Häntzschel
Telefon: 0341 97-24700

Dr. Bärbel Adams | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~in4

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