Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltwirtschaftsforum Davos: Zur Behandlung von Aids-Patienten fehlen 2 Milliarden Dollar

26.01.2005


Fehlende Unterstützung von Regierungen und Unternehmen gefährden die Umsetzung des Zieles der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis Ende dieses Jahres drei Millionen Aids-Patienten in Entwicklungsländern zu behandeln. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos stellte die WHO heute einen Bericht zum Verlauf des Programms "3 by 5" vor, demzufolge für 2005 rund zwei Milliarden US-Dollar fehlen.* Nichtregierungsorganisationen fordern das Weltwirtschaftsforum auf, diese Lücke zu schließen. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder soll der Aids-Bedrohung endlich höchste politische Priorität geben und weitere Finanzmittel für die Eindämmung der Krankheit einbringen.

... mehr zu:
»Aids-Patient »Entwicklungsland »Who

Aus dem Bericht geht hervor, dass im Dezember 2004 rund 700 000 Aids-Patienten in Entwicklungsländern eine Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten erhielten. Nach WHO-Schätzungen benötigen jedoch sechs Millionen Menschen Zugang zu dieser Therapie.

"Dass bis heute nur 700 000 Menschen mit den lebensverlängernden Medikamenten behandelt werden, ist ein deutlicher Hilferuf an die Akteure des Weltwirtschaftsforums", kommentierte Jürgen Hammelehle, Geschäftsführer der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen AIDS. Die mangelnde Unterstützung aus dem privaten Sektor sei sehr enttäuschend. "Für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria haben Unternehmen für das laufende Jahr 2005 bislang keine finanziellen Beiträge zugesagt."


Dass Aidsmedikamente für viele Menschen und Länder nach wie vor unerschwinglich sind, nennt die WHO als weiteres Hindernis für die Aids-Behandlung.** "Wir erwarten von der pharmazeutischen Industrie, dass sie ihre Preise und ihre Forschung endlich auch an den Bedürfnissen der Menschen in Entwicklungsländern orientiert", sagte Rolf Goldstein, Aids-Berater bei Misereor und Sprecher des Aktionsbündnisses gegen AIDS.

Zum Weltaidstag 2003 hatte die Weltgesundheitsorganisation ihr Programm vorgestellt, bis Ende 2005 drei Millionen Patienten in Entwicklungsländern mit Aids-Medikamenten zu versorgen. Der Auf- und Ausbau dringend notwendiger Behandlungsprogramme soll über den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria finanziert werden.

*Quelle: 3 by 5 Progress Report, Seite 8
**Quelle: 3 by 5 Progress Report, Seite 8

Katja Roll | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.aids-kampagne.de/

Weitere Berichte zu: Aids-Patient Entwicklungsland Who

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie