Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland hält Spitzenposition in der Medizintechnik

25.11.2004

Deutschland belegt international Spitzenpositionen in der Medizintechnik und wird diese in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Das zeigen die Ergebnisse des VDE Technologie-Barometer 2004, einer Umfrage unter VDE-Experten und Mitgliedsunternehmen des Verbandes. Mit einem Gesamtumsatz von 12,5 Milliarden Euro im Jahr 2003 ist die Medizintechnik zudem ein wichtiger Innovationsträger der deutschen Wirtschaft.

Rund 70 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen sind davon überzeugt, dass Deutschland und Europa neben der Elektrotechnik und Automation in der Medizintechnik über die höchste Innovationskraft weltweit verfügen. Innerhalb der Europäischen Union produziert Deutschland mehr als doppelt soviel medizinische Waren wie Frankreich, das innerhalb der EU auf dem zweiten Platz folgt.

Medizintechnikunternehmen in Deutschland erzielen mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten, die weniger als zwei Jahre alt sind. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen mit rund 8 Prozent doppelt so hoch wie der Industriedurchschnitt.

Besonders erfreulich: die "insgesamt gute" Akzeptanz der Medizintechnik in der Bevölkerung. 84 Prozent der Bundesbürger zählen sie in einer repräsentativen Umfrage des Verbandes zu den wichtigsten Zukunftstechnologien. Eine große Mehrheit (69 Prozent) ist jedoch der Meinung, das deutsche Gesundheitssystem nutze die Chancen des Fortschritts zu wenig.

Vielversprechende Entwicklungen der medizinischen Diagnostik und Therapie sind auf neuartige medizintechnische Entwicklungen zurückzuführen. Neben einer erhöhten Lebensqualität der Patienten eröffnen sie häufig auch eine Reduzierung der Kosten pro Krankheitsfall. Mit Mikro- und Telemedizin beispielsweise könnten zahlreiche chronische Krankheiten früher erkannt, besser behandelt und Folgeerkrankungen sogar vermieden werden. Durch den unterstützenden Einsatz von vernetzten Datensystemen und einer computergestützten Prozesskontrolle halten Fachleute im VDE im Bereich der Krankenhäuser eine 30-prozentige Kostenreduzierung für möglich.

Die hervorragende Stellung Deutschlands in der Medizintechnik kann nach Ansicht des VDE nur gesichert werden, wenn die Rahmenbedingungen für Innovationen richtig gesetzt sind. Hierzu gehört neben einer interdisziplinären Forschung vor allem die schnelle Einführung neuer Verfahren im Gesundheitswesen und deren Aufnahme in den Leistungskatalog. Allerdings scheint die Einführung der Fallgruppenpauschalen (DRG - Diagnosis Related Groups) derzeit die Markteinführung innovativer Verfahren eher zu verzögern. In den komplexen gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Bürokratie sehen die VDE-Mitgliedsunternehmen derzeit die größten Innovationsbarrieren.

Download weiterer Ergebnisse aus dem Technologie-Barometer 2004: www.vde.com/reports

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.vde.com/reports
http://www.vde.com

Weitere Berichte zu: Medizintechnik Technologie-Barometer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sicher und gesund arbeiten mit Datenbrillen
13.01.2017 | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

nachricht Vorhersage entlastet das Gehirn
13.01.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie