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Antibiotikum halbiert Zahl der Todesfälle bei Aids

19.11.2004


Cotrimoxazol bei Kindern sehr wirksam



Tests des Medical Research Council haben den Erfolg eines Antibiotikums in der HIV/Aids-Behandlung nachgewiesen. Die Tests wurden frühzeitig beendet, als deutlich wurde, wie wirksam die tägliche Verabreichung des Antibiotikums Cotrimoxazol bei HIV/Aids war. WHO und Unicef verändern aufgrund der Ergebnisse der in The Lancet veröffentlichten Studie ihre Empfehlungen für Medikamente. Das Team um Dianna Gibb untersuchte in Sambia 541 Kinder mit HIV Symptomen im Alter von einem bis 14 Jahren. In Sambia ist die Resistenz gegen häufig eingesetzte Antibiotika weit verbreitet.

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Jenen Kindern, die täglich Cotrimoxazol erhielten, erging es besser als jenen, die ein Blindpräparat erhielten. Nach 19 Monaten war ein Viertel der mit dem Antibiotikum behandelten Kinder gestorben. In der Kontrollgruppe waren es mehr als 40 Prozent. In der Vergangenheit wurde diskutiert, ob HIV-positive Kinder Cotrimoxazol erhalten sollten, auch wenn sie keine Symptome zeigten und ihre CD4-Werte normal waren. Die neuen Ergebnisse legen nahe, dass alle betroffenen Kinder das Medikament erhalten sollten. Alle an der Studie teilnehmenden Kinder erhalten derzeit Cotrimoxazol. Jene, die eine Behandlung gegen Retroviren brauchen, bekommen sie jetzt über ein Programm der sambischen Regierung.

Laut Gibb ist die direkte Behandlung von HIV nur ein Ansatz in seiner Bekämpfung. Die Verringerung der sekundären Komplikationen und Infektionen, die bei einem schwachen Immunsystem genauso tödlich sein können, sei ebenfalls wichtig und ermögliche entsprechende Ergebnisse. "Die Ergebnisse dieser Studie sollten einen Anstoß dafür liefern, dass die Cotrimoxazol-Prophylaxe und Ernährungsunterstützung im Klinikbereich ohne Rücksicht auf die Resistenzen gegen dieses Medikament zur Verfügung gestellt werden." Täglich sterben laut BBC 1.300 Kindern weltweit an mit HIV und Aids in Zusammenhang stehenden Erkrankungen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.mrc.ac.uk
http://www.who.int/en
http://www.unicef.org

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