Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einnässen des Kindes: harmlos oder behandlungsbedürftig?

10.11.2004


Eine Studie soll klären, ob ein seit langem eingesetztes Medikament gegen nächtliches Einnässen oder übermäßig häufiges Wasserlassen als Standardtherapie bestätigt werden kann. Eltern betroffener Patienten können sich dazu informieren und ihre Kinder anmelden.

... mehr zu:
»Einnässen »Wasserlassen

Eltern reden ungern darüber, wenn ihr Kind einnässt. Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass psychische Probleme oder Erziehungsfehler dafür verantwortlich seien. Die Scham der Eltern erhöht den Leidensdruck des Kindes - völlig unnötig. Stattdessen sollten die wahren Gründe geklärt werden: Handelt es sich nur um verspätetes Trockenwerden oder kindliche Harninkontinenz? Liegt möglicherweise dem Einnässen eine angeborene Fehlbildung der Harnwege zugrunde?

Um den Grund des Einnässens zu klären, soll das Kind speziell von einem Kinderarzt, -chirurgen oder -urologen untersucht werden. Muss das Kind zudem tags öfter als sieben Mal zur Toilette kann eine Störung der Blasenmuskelfunktion oder ein Harnwegsinfekt für den unkontrollierten Urinabgang verantwortlich sein. In vielen Fällen kann dem Kind mit Medikamenten geholfen werden.


Seit über 20 Jahren gibt es ein hochwirksames Medikament, das zur Behandlung einer instabilen Blasenmuskulatur bei Inkontinenz angewandt wird. Seine Wirksamkeit wurde in wissenschaftlichen Studien zweifelsfrei belegt. Insbesondere beim Einnässen tags bzw. bei häufigem Wasserlassen, gehört das Medikament zur Standardtherapie. Allerdings werden durch unterschiedliche Behandlungsstrategien uneinheitliche Erfolgsraten angegeben.

Seit kurzem wird in Leipzig eine klinische Studie durchgeführt, die eine kindergerechte Behandlungsstrategie darlegen und weitere wissenschaftliche Belege für die gute Wirksamkeit des Medikaments erbringen soll. Eltern mit einnässenden Kindern können sich weiter informieren.

weitere Informationen

Prof. Dr. Ralf-Bodo Tröbs
Telefon: 0341 97-26400
E-Mail: trob@medizin.uni-leipzig.de

Dr. Joseph Nounla
Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig
Oststraße 21-25
Telefon: 0341 97-26703
E-Mail: joseph.nounla@medizin.uni-leipzig.de

Dr. Bärbel Adams | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~kindchir
http://www.uni-leipzig.de

Weitere Berichte zu: Einnässen Wasserlassen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen