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Menschliches Hodengewebe am Rücken von Mäusen gezüchtet

20.10.2004


Fruchtbarkeit von krebskranken Jungen soll erhalten werden



Jungen, die an Krebs erkranken, könnte in Zukunft die Fruchtbarkeit mit Hilfe einer Maus erhalten werden. In einem Experiment haben Wissenschafter des Yale University Fertility Center nachgewiesen, dass es prinzipiell möglich ist, unreifes menschliches Hodengewebe in Mäusen zu züchten. Der nächste Schritt wäre die Reifung des Gewebes und die Gewinnung von Spermazellen. Diese Zellen sollen bei noch nicht geschlechtsreifen Patienten für den späteren Einsatz eingefroren werden. Rund eines von 650 Kindern erkrankt vor der Pubertät an Krebs. Rund 80 Prozent dieser Kinder sterben in der Folge. Viele der Überlebenden werden durch die Nebenwirkungen der Chemotherapie unfruchtbar.

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Das Team um Pasquale Patrizio hat ein Verfahren entwickelt, das erlaubt, Sperma aus noch unreifem Gewebe zu gewinnen. Für das Experiment wurden Proben von Hodengewebe von normalen Erwachsenen und Erwachsenen mit so genannten unreifen Hoden verwendet. Dieses Gewebe wurde in der Folge unter die Haut auf dem Rücken von Mäusen implantiert. Das normale Gewebe verband sich nicht mit den Blutgefäßen und verkümmerte rasch. Das unreife Gewebe war nach 19 Wochen noch immer lebensfähig, als die Tiere für die Überprüfung der Ergebnisse getötet wurden. Patrizio geht davon aus, dass es möglich sein sollte, Sperma zu gewinnen, wenn das Gewebe weitere zehn Wochen implantiert bleibt. In einem nächsten Forschungsschritt sollen Experimente mit dem Gewebe von Jungen durchgeführt werden. Der Wissenschafter räumt laut NewScientist ein, dass seine Arbeit zu moralischen Bedenken führen könnte.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://yale.edu

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