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Neuartige Pumpe unterstützt versagende Herzen

29.07.2004


Klinische Tests mit VentrAssist beginnen im Herbst 2004



Eine neue Art von Pumpe zur Unterstützung versagender Herzen wird im Herbst 2004 in Großbritannien klinischen Tests unterzogen. Das Design des VentrAssist ist darauf ausgelegt, Probleme wie mechanisches Versagen und Blutgerinnung nicht mehr entstehen zu lassen. Beide Komplikationen haben künstliche Herzen und Pumpen seit ihrer Erfindung begleitet. Die neue Pumpe führt zusätzlich zu einer eigenartigen Nebenwirkung. Menschen, denen sie implantiert wurde, haben keinen Puls mehr. Hergestellt wird der VentrAssist vom australischen Unternehmen Ventracor.

Die neue Pumpe gehört zu der Gruppe der so genannten Left Ventricular Assist Devices (LVADs). Diese Geräte dienen nicht dazu das Herz zu ersetzen. Vielmehr werden sie daneben unter den Rippen implantiert. Sie steigern die Pumpleistung des linken Ventrikels und damit der Hauptkammer des Herzens, die für 90 Prozent der Herzversagen verantwortlich ist. Die meisten dieser Geräte versuchen, die Arbeit des Herzens zu imitieren. Ihre komplizierte Bauweise macht sie laut NewScientist anfällig für Komplikationen. Normalerweise werden sie als letzte Alternative für Patienten eingesetzt, die auf ein Spenderorgan warten.


Der VentrAssist unterscheidet sich von vergleichbaren Geräten dadurch, dass er nur über einen sich bewegenden Teil, ein sich drehendes Antriebsrad verfügt, das einen kontinuierlichen Blutstrom vorantreibt. Das bedeutet, dass der Puls durch ein leises Wirbelgeräusch ersetzt wird, das von Patienten mit dem einer Waschmaschine verglichen wird. Entscheidender soll jedoch sein, dass das Gerät ein Stocken des Blutflusses verhindert. Zusätzlich ist diese Pumpe sechs Mal kleiner als Standardgeräte und verfügt über einen Durchmesser von nur sechs Zentimetern. Da das Gerät laut dem Miterfinder und Unternehmensgründer John Woodard über keine Verschleißteile verfügt, kann derzeit seine Lebensdauer nicht vorhergesagt werden.

| pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ventracor.com

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