Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zahnpflege in Tablettenform: Denttabs®

06.04.2004


Denttabs®, entwickelt von Wissenschaftlern der Universität Witten/Herdecke und einem Berliner Zahnarzt, haben gegenüber der Zahnpasta viele wissenschaftlich nachgewiesene Vorteile.

... mehr zu:
»Dentaltechnik

Weniger Gewicht, extrem hohe Haltbarkeit, zuverlässiger Schutz und lange Wirksamkeit, angenehmer Geschmack - dies sind nur einige der gegenüber handelsüblicher Zahnpasta wissenschaftlich nachgewiesenen Vorteile der neuen Zahnpflege in Tablettenform mit dem Namen Denttabs®.

Die Idee kam Prof. Dr. Peter Gängler, einem der "Erfinder" der neuen Zahnpflege und Dekan der Wittener Fakultät für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde, vor einigen Jahren bei der Überarbeitung eines Lehrbuchs für die Zahnmedizin. "Da ist mir aufgefallen, dass es seit etwa 100 Jahren in diesem Bereich im Grunde keine Innovation mehr gegeben hat." Nach wie vor putzt ein nicht unbedeutender Teil der Menschheit seine Zähne allmorgendlich und nach jeder Mahlzeit mit herkömmlicher Zahncreme.


Die aber hat viele Nachteile, über die man jedoch mangels Alternativen bisher bereit war, großzügig hinwegzusehen. Da wäre zunächst der hohe Wasseranteil von mehr als 50 Prozent. Das Wasser macht die Tuben schwer und bewirkt zudem, dass "alle Inhaltsstoffe miteinander in Reaktion treten", sagt Peter Gängler. Weiterer unangenehmer Nebeneffekt ist die geringe Haltbarkeit der wässrigen Mischung und die damit verbundene großzügige Beimischung von Konservierungsstoffen. Und da wäre noch die hohe Reaktionsfreudigkeit des Hauptinhaltsstoffes Fluorid.

Dr. Hendrik Eifler, bei Prof. Gängler 2001 in Witten promovierter Zahnarzt aus Berlin, griff die Idee auf und startete zunächst umfangreiche Versuchsreihen mit verschiedenen Granulatmischungen und Wirkstoffkombinationen. Da aber Granulat als Darreichungsform wenig geeignet erschien, kam er auf den Gedanken, es einfach in die praktische Tablettenform pressen zu lassen - Denttabs® waren geboren. Doch die praktische Form und gut verträglichen Inhaltsstoffe machen zusammen noch kein gutes Zahnpflegeprodukt. Im Praxistest musste sich zeigen, ob das Gefühl im Mund und der Geschmack "mehrheitsfähig" sind. Auch hier zeigten sich Denttabs® der Zahnpasta-Konkurrenz mehr als gewachsen.

Peter Gängler schwärmt von der Wandelbarkeit des Produkts: Fruchtgeschmack für Kinder, mit erhöhtem Vitamin-C-Gehalt für Menschen mit geringer Speichelproduktion, Denttabs® speziell für Raucher - alles scheint möglich, auch farblich. Jetzt haben die Erfinder die großen Reiseunternehmen und Hotelketten im Visier: "Thomas Cook, LTU könnten mit dem Ticket gleich auch eine Blisterpackung mit Denttabs® mitschicken. Anders als die Zahnpastatube passt die in jede noch so kleine Tasche. Auch die Bundeswehr hat Gängler im Visier. Zusammen mit der proDentum Dentaltechnik GmbH (Berlin) werden derzeit Vertrieb und Verkauf aufgebaut. Das Produkt ist bereits im Handel erhältlich.

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Gängler, Tel.: 02302/926-660, Mail: peter.gaengler@uni-wh.de

Axel Kaiser
proDentum® Dentaltechnik GmbH Berlin
Gerichtstr.12-13
D-13347 Berlin

fon +49-(0)30-469008-0
fax +49-(0)30-469008-99

Dr. Olaf Kaltenborn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de/zmk
http://www.DENTTABS.de

Weitere Berichte zu: Dentaltechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Lymphdrüsenkrebs programmiert Immunzellen zur Förderung des eigenen Wachstums um
22.02.2018 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Forscher entdecken neuen Signalweg zur Herzmuskelverdickung
22.02.2018 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics