Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computer-Tomographie-Anlage am Fraunhofer IPA

03.09.2003


Industrielle Röntgen-CT-Anlage am Fraunhofer IPA


In der medizinischen Diagnostik wird die Röntgencomputertomographie (CT) bereits seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Seit Juni diesen Jahres verfügt das Fraunhofer IPA über eine eigene Industrielle Röntgen-Mikrofokus-Computertomographie-Anlage. Das Gerät der Firma X-Tek Systems ltd. aus Großbritannien wird in erster Linie für Forschungszwecke, aber auch für interne und externe Dienstleistungen eingesetzt.

... mehr zu:
»Computer-Tomographie

Die Computer-Tomographie (CT) wird heute insbesondere für die Materialanalyse im gießereitechnischen Bereich der Automobil- und Kunststoffindustrie eingesetzt, doch auch in der Messtechnik finden sich viele Anwendungen die bereits heute mit CT sehr effizient realisiert werden können. Mit Hilfe von mathematischen Verfahren werden dabei die von einem Objekt aus verschiedenen Winkelstellungen erfassten Projektionsbilder (Radiographie = Durchstrahlungsbild) zu einer dreidimensionalen Darstellung des Objekts umgerechnet. Dieses sogenannte Voxelmodell repräsentiert dabei nicht nur die Oberfläche des digitalisierten Gegenstands, vielmehr werden sowohl seine Außen- als auch Innengeometrie vollständig erfasst. Mit entsprechender Software kann das Innere der gescannten Objekte am Bildschirm dargestellt werden, wobei einzelne Bereiche segmentiert und auch automatisch identifiziert werden können (Lunker, Risse ...). Deshalb werden CT-Anlagen immer häufiger zur Datenerfassung für Soll-Ist-Vergleiche in der Erstmusterprüfung eingesetzt.

Die Abteilung Technische Informationsverarbeitung des Fraunhofer IPA beschäftigt sich schon seit einigen Jahren intensiv mit der Computer-Tomographie und deren Einsatz im industriellen Umfeld. Im Rahmen von mehreren Projekten wie dem Anwenderverbund Volumenabtasten oder dem von der EU geförderten internationalen Projekt FATIMA (First Article Tomography Inspection Methodology Advancement) wurden in enger Zusammenarbeit mit Firmen aus den Bereichen Automobil, Zulieferer, Elektro und Kunststoff Anwendungsgebiete erschlossen und die Grundlagenforschung auf dem noch jungen Gebiet der Industriellen CT und der anschließenden 3-D-Bildverarbeitung vorangetrieben.


Seit Juni diesen Jahres verfügt das Fraunhofer IPA nun über eine eigene CT-Anlage. Das Gerät der Firma X-Tek Systems ltd. aus Großbritannien ist mit einer 225 kV Röntgenröhre ausgestattet und verfügt über ein Bildverstärker/ Kamera Detektorsystem mit einer Bildmatrix von 1024x1024 Pixel. Die Anlage erlaubt es, Objekte mit einem Durchmesser von kleiner als 100 mm in weniger als 20 Minuten komplett zu erfassen (360 Projektionen, Rekonstruktionsvolumen: 512 x 512 x 512 Voxel). Sie dient dem Fraunhofer IPA vor allem Forschungszwecken, wird aber auch für interne und externe Dienstleistungen eingesetzt.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Phys. Nico Blessing, Telefon: 0711/970-1833, E-Mail: nsb@ipa.fraunhofer.de

Jörg-Dieter Walz | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Computer-Tomographie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie