Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kleinere Portionen - Dünnere Menschen

21.08.2003


Forscher erklären "Französisches Paradoxon"



Amerikanische Politiker und Gesundheitsbehörden kämpfen auf allen Fronten gegen die Überfettung im eigenen Land. Ein französisch-amerikanisches Forscherteam hat nun das "Französische Paradoxon" erklärt. Trotz reichhaltiger Nahrung sind die Franzosen nämlich immer noch wesentlich schlanker als die Bevölkerung jenseits des großen Teichs. Grund dafür: Die Portionen sind einfach kleiner, berichten die Wissenschaftler der University of Philadelphia.

... mehr zu:
»Paradoxon


"Das französische Paradoxon ist nur insofern paradox, wenn man den Fettanteil der Nahrungsmittel als Grund für das Übergewicht ansieht", so Paul Rozin, Psychologe an der University of Philadelphia. "Jüngste Studien gehen davon aus, dass die Wichtigkeit von Fett in der Nahrung als Risikofaktor übertrieben wurde", erklärt der Experte. "Die Franzosen essen zwar mehr Fett als die Amerikaner, nehmen aber dafür weniger Kalorien zu sich". Das führe nach einigen Jahren zu gewaltigen Unterschieden im Gewicht, meint der Forscher. In Zahlen ausgedrückt sind nur sieben Prozent der Franzosen fettleibig während die Zahl der dicken Amerikaner mit 22 Prozent beziffert wird. Aus diesem Grund sind auch die Mortalitätsraten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Frankreich wesentlich niedriger.

Für die Amerikaner war das Bild des Butter-Croissant essenden Franzosen, der täglich auch noch zu üppigen Brie-Käse und Süßwaren greift, ein Rätsel. Untersuchungen der Portionsgrößen in verschiedenen Lokalen in Paris und Philadelphia haben allerdings ein signifikantes Ergebnis geliefert: Während das Durchschnittgewicht einer Portion in Paris 277 Gramm beträgt, werden in der Unabhängigkeitsmetropole Philadelphia um 25 Prozent größere Portionen angeboten, die 346 Gramm wiegen. In der Untersuchung wurden auch Fast-Food-Lokale wie etwa das Hard-Rock-Cafe untersucht.

Amerikanische Restaurantführer preisen, anders als in Paris, Lokale, die besonders üppige Portionen anbieten, an. "In vielen Studien ist klar geworden, dass der Kunde das isst, was ihm vorgesetzt wird", so Rozin. "Das heißt, dass volle, üppig beladene Teller eben auch mehr oder weniger kritiklos verspeist werden", führt der Psychologe aus. Die Amerikaner zeichnen sich aber nicht nur durch größere Portionen in den Lokalen aus: Auch in den Supermärkten waren die Portionsgrößen um Einiges üppiger. So waren die Softdrinks in Philadelphia um 52 Prozent größer, der Hot-Dog um 63 Prozent und das Joghurt sogar um 82 Prozent größer als in Frankreich. Von 17 Produkten waren 14 in den USA um Einiges stattlicher als in Europa.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.upenn.edu
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2003-08/uop-sfp082003.php

Weitere Berichte zu: Paradoxon

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten