Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bakterienkampf ist Sündenbock für schlechten Atem

19.02.2003


Gegen Mundgeruch soll eher pro- als antibakterielles Mundwasser helfen



Menschen die am stiefmütterlich behandelten Problem Mundgeruch (Halitosis) leiden, könnten "gute" Bakterien fehlen. Diese Bakterien heften sich vorzugsweise an der Zunge und halten übelriechende Mikroorganismen im Zaum. Forscher des Forsyth Institute in Boston/Massachusetts behaupten, dass der Atem eher durch ein pro- als mit einem antibakteriellen Mundwasser frisch bleibt.

... mehr zu:
»Bakterium »Mundgeruch


Bruce Paster und seine Kollegen identifizieren die auf der Zunge lebenden Bakterien mit einer Gensequenz-Technik. Bei jenen Personen, die an Mundgeruch litten, fehlten häufig drei Bakterienstämme. Stattdessen beherbergte die Zunge unbekannte Bazillen. "Die wahrscheinlichste Erklärung der Unterschiede in der bakteriellen Besiedelung im Mund liegt darin, wie Bakterien sich an die Zunge binden", sagte Paster. Binden schwefelhaltige Bakterien einfacher, führe dies zur schlechten Geruchsbildung. Binden wohlriechende Bakterien gebe es auch keinen Mundgeruch. Der Unterschied könnte durch verschiedene Faktoren wie z.B. die Blutgruppe verursacht werden und würde auch erklären, warum manche Menschen zu Mundgeruch neigen.

In der Studie wurden Personen mit guten und schlechtem Atem differenziert, indem der Schwefelgehalt im Atem gemessen und mit einem Messgerät eingestuft wurde. Anschließend wurden mit einer genetischen Methode Zungenabstriche analysiert. Insgesamt zählten die Forscher 92 verschiedene Bakterienstämme, von denen 29 bislang unbekannt waren. Für jeden Stamm stellten sie eine genetische Probe her. Damit soll Mundgeruch genauer untersucht und bessere Behandlungsmethoden entwickelt werden. Eine Möglichkeit wäre ein "probiotisches" Mittel auf Basis "guter" Bakterien, die die "schlechten" ersetzen, schreibt die Fachzeitschrift New Scientist. Derzeit bekämpfen Betroffene schlechten Atem zumeist mit antibakteriellem Mundwasser, das Bakterien abtötet. Der üble Geruch kehrt aber häufig wieder zurück.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.forsyth.org

Weitere Berichte zu: Bakterium Mundgeruch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen
11.12.2017 | Universität Bern

nachricht Kommunikation ist alles – auch im Immunsystem
28.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit