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Simpler Test lässt Laien Schlaganfall erkennen

14.02.2003


Lächeln und Hände hoch für Diagnose



US-Mediziner haben auf der 28. Internationalen Schlaganfall-Konferenz der American Stroke Associationeinen Test zur einfachen Schlaganfall-Diagnose vorgestellt. Mit dem Test könnten selbst ungeübte Laien innerhalb von einer Minute einen Schlaganfall erkennen. Sie müssten nur beurteilen, ob ein Patient normal lächelt, beide Arme heben und halten bzw. einen einfachen Satz verständlich formulieren kann.

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Forscher unter der Leitung von Amy S. Hurwitz von der University of North Carolina/Chapel Hill modifizierten einen Standardtest zur Erkennung von Schlaganfall, damit ihn auch medizinische Laien einfach handhaben können. Der Test ist bekannt als Cincinnati Prehospital Stroke Scale (CPSS) und fragt Schlüsselsymptome für einen Schlaganfall ab. 100 Probanden mussten mit Hilfe dieser Anleitung Überlebende eines Schlaganfalls untersuchen. Einige der Versuchspersonen litten nach wie vor an einem, zwei oder drei der typischen Symptome wie Sprachdefizit oder/und einer Armschwäche. Das Ergebnis zeigte, dass die Probanden großteils einen Schlaganfall korrekt diagnostizierten. Eine Schwäche der Arme wurde zu 97 Prozent, Sprachdefizite zu 96 Prozent einwandfrei erkannt. Aufgrund des Lächelns der Patienten identifizierten 74 Prozent eine Gesichtsmuskelschwäche. "Dass die Probanden bei der Erkennung einer Gesichtsmuskelschwäche schlechter abschnitten, liegt darin, dass es sehr schwierig ist, das Lächeln eines Fremden zu beurteilen", erklärt Hurwitz.

"Da das Gehirn während eines Schlaganfalls zu wenig Sauerstoff erhält, verhungert es quasi von Minute zu Minute", so Hurwitz. Daher sei es gerade bei einem Schlaganfall besonders wichtig, Patienten so schnell wie möglich die richtige Behandlung zukommen zu lassen. Mit dieser Methode könnten zufällig anwesende Passanten ihre Diagnose den eintreffenden Rettungsteams sofort mitteilen. In der Folge sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient bleibende Schäden davonträgt.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.strokeassociation.org
http://www.unc.edu

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