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Verbindung zwischen Rauchen und Nierenleiden belegt

09.12.2002


Eine Studie der Monash University, Melbourne, hat gezeigt, dass Rauchen zu Nierenschäden bei Menschen führen kann, die ansonsten gesund sind und kein erhöhtes Risiko für Nierenleiden haben.


Die Studie, von Forschern der Abteilung Epidemiologie und Präventive Medizin am Monash Medical Centre durchgeführt, untersuchte Nierenschäden bei 4500 erwachsenen Australiern, die weder an zu hohem Blutdruck noch an Diabetes litten - zwei der häufigsten Ursachen für Nierenversagen.

Die Forscher fanden heraus, dass bei Männern mit normalen Blutzucker-Werten und Blutdruck durch das Rauchen sich die Gefahr der Reduktion der Nierenfunktion um das dreifache erhöht - nicht jeoch bei Frauen.


Die Studie zeigte darüber hinaus, dass sowohl männliche als auch weibliche Raucher mit Blutzucker- und Blutdruckwerten am oberen Ende des Normalbereichs eher zu einem hohen Eiweißspiegel im Urin neigten, ein Anzeichen für Nierenschäden.

Dr. Esther Briganti zufolge untersuchte die Studie nicht, warum die Wahrscheinlichkeit einer reduzierten Nierenfunktion bei männlichen Rauchern höher war als bei weiblichen.

Sie sagte, die Studie zeigte auch, dass je mehr eine Person rauchte, desto höher war der Grad der Nierenschädigung.

"Bis jetzt gab es Zahlen, die darauf hindeuteten, dass Rauchen schädlich ist, wenn eine Person bereits ein Nierenleiden hatte. Dies ist aber die erste Studie, die aufzeigt, dass wenn man gesund ist, bei Rauchern das Risiko von Anzeichen für Nierenschäden, die sich zu Nierenversagen weiterentwickeln könnten, erhöht ist," so Dr. Briganti.

Die Nierenschädigung wurde durch eine Messung der glomerulären Filtrationsrate und der Proteinurie (der Eiweißausscheidung im Harn) ermittelt.

"Wenn bei einer Person Eiweiß aus den Nieren austritt, so ist dies ein Anzeichen, dass eine Nierenschädigung vorliegt und ein Indikator für zukünftiges Nierenversagen," sagt Dr. Briganti.

"Eines der Probleme mit Nierenleiden ist, dass erst ein erheblicher Teil der Nierenfunktion verloren gehen muss, bevor man sich krank fühlt. Ist die Krankheit so weit fortgeschritten, steigt das Risiko eines Nierenversagens erheblich, und eine Behandlung durch Dialyse oder eine Nierentransplantation könnte erforderlich werden."

"Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit, zusätzlich zu den anderen bekannten Gesundheitsrisiken, vor der Verbindung zwischen Rauchen und Nierenschäden gewarnt wird."

Dr. Briganti zufolge könnte Rauchen Nierenschädigungen durch einen erhöhten Blutdruck innerhalb der Nieren hervorrufen, indem die Freisetzung der Hormone Noradrenalin und Vasopressin angekurbelt wird. Es könnte auch Schädigungen dadurch verursachen, dass die endotheliale Funktion gestört und die Regulierung der Blutzirkulation in den Blutgefäßen der Nieren beeinträchtigt wird.

Die Studie wurde im American Journal of Kidney Diseases veröffentlicht.

Weitere Informationen:
esther.briganti@med.monash.edu.au
0061-4-18 100 239

Als Vertretung aller australischen Hochschulen hat sich in Deutschland das Institut Ranke-Heinemann als Einrichtung für Studienberatung und Wissenstransfer etabliert. Es ist erste Kontaktadresse für Fragen zu Wissenschaft und Bildung in Australien und kann darüber hinaus bei Fachfragen gezielt Ansprechpartner in Australien vermitteln.











Sabine Ranke-Heinemann | idw

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