Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online-Sprechstunden im Kommen

15.07.2002


US-Ärzte bieten zunehmend medizinische Beratungsgespräche im Internet an

Eine kleine aber wachsende Zahl an amerikanischen Ärzten nutzt das Internet für die Beantwortung medizinischer Fragen von Patienten. Versicherungen decken diese "virtuellen Hausbesuche" ab, da sie die Gesundheitsversorgung verbessern und Zeit bzw. Geld sparen. Die Internet-Sprechstunden gelten speziell für Patienten, die eine medizinische Beratung suchen, ohne aber eine den Arzt aufsuchen zu wollen, berichtet Voice of America.

Für die virtuelle Beratung loggen sich Patienten in einer Webpage wie z.B. Medem ein, geben die Kreditkartennummer an und richten ihre Anfrage per E-Mail an den Arzt. Innerhalb von Stunden, so heißt es, soll der Mediziner antworten. Ed Fotsch, CEO von Medem, einem "Online-Sprechstunden-Unternehmen", das von der American Medical Association gegründet wurde, erklärte: "Die Authentifizierung ist ein wesentlicher Teil in diesem Vorhaben. In anderen Worten, beide Seiten müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben." Das Schlimmste sei, wenn der Arzt nicht antwortet. "Die Information für den Patienten wird verschlüsselt verschickt. Wird das E-Mail fehlgeleitet, kann es vom Empfänger nicht gelesen werden. Dazu benötigt jede Kommunikation im Netzwerk ein Login und eine ID", ergänzt Fotsch.

"Online-Sprechstunden sind nicht für Notfälle gedacht", so der CEO. Der E-Mail-Verkehr zwischen Arzt und Patient sei eine Art "Convinience-Dienstleistung", eine bequeme Beratungsmöglichkeit, die dem Patienten Zeit erspare. Außerdem sei ein derartiger Dienst kostengünstig, da Sprechstundenhilfen keine Telefonanfragen mehr beantworten müssen. "Patienten fordern Medikamenten-Nachschub an und erfragen Arzttermine online", führt der Allergie-Experte Alan Meadows die Vorteile des Systems näher aus. Meadows kann auch Patienten mit chronischen Problemen wie z.B. einem Nesselausschlag, die medikamentös behandelt werden, online überwachen. Dabei werden die selben Fragen gestellt und beantwortet wie bei einer persönlichen Sprechstunde, so Meadows, der auch mit dem Monitoring des Gesundheitszustandes seiner ehemaligen Patienten, die heute in Sibirien und auf den Philippinen arbeiten, keine Schwierigkeiten hat.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.voanews.com/
http://www.medem.com/default.cfm

Weitere Berichte zu: CEO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs
13.12.2017 | Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

nachricht Gefäßregeneration: Wie sich Wunden schließen
12.12.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften