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Ultraschall zerstört Gebärmuttertumore

02.07.2002


Verfahren ohne Schnitt in den Bauch wird ambulant durchgeführt

Die Klinik für Strahlenheilkunde an der Berliner Charité bietet erstmals in Deutschland ein nicht-invasives Verfahren an, mit dem gutartige Tumore der Gebärmutter ohne Schnitt in den Bauch beseitigt werden können. Dies erklärte heute, Montag, eine Charité-Sprecherin in Berlin. Hoch energetischer Ultraschall zerstöre das Myom schonend, während eine Magnet-Resonanz-Tomographie den Eingriff kontrolliere. Die Therapie werde ambulant durchgeführt und dauere rund zwei bis drei Stunden. Die ersten Patientinnen würden derzeit behandelt. Eine wissenschaftliche Studie begleite laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ddp das Projekt.

Bei dem Verfahren werden die Ultraschallwellen aus einem breiten Areal außerhalb des Körpers auf einen einzigen Punkt im Myom der Patientin fokussiert, so die Sprecherin. Dort entstehen innerhalb kurzer Zeit Temperaturen von 60 bis 80 Grad Celsius. Das eingegrenzte Gebiet werde in zehn bis 15 Sekunden irreversibel zerstört. Die Therapie werde je nach Tumorgröße bis zu 50 Mal wiederholt, bis etwa ein Drittel des Myoms vernichtet ist. Dabei sollen auch Blutgefäße des Tumors zerstört werden, um ein weiteres Wachstum unmöglich zu machen. Das abgestorbene Gewebe werde vom Immunsystem des Körpers abgebaut. Das Myom schrumpft und verursacht keine Symptome mehr.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.charite.de/rv/str

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