Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medizintechniker studieren im Operationssaal

11.06.2002


Die Fachhochschule Gelsenkirchen nimmt einen Lehr- und Forschungs-Operationssaal in Betrieb. Magnetresonanztomograph erzeugt die Bilder, die der Arzt beim minimal-invasiven Operieren braucht.

Gelsenkirchen. Wer an der Fachhochschule Gelsenkirchen den Studiengang "Mikrotechnik und Medizintechnik" studiert, tut dies anwendungsorientiert. Da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Hochschule einen Operationssaal (OP) für Lehre und Forschung einweiht. Jetzt ist es so weit: Am 17. Juni eröffnet die Fachhochschule einen eigenen OP. Das Besondere: Wie es der Name des Studiengangs bereits sagt, liegt der Schwerpunkt bei der Technik für minimal invasive Eingriffe, also beispielsweise Operationen über kleine Zugänge. Der Vorteil für die Patienten: kleine Schnitte, schnelle Genesung. Der Vorteil für die Krankenkassen: kürzere Liegezeiten im Krankenhaus, mehr ambulante Operationen ganz ohne Krankenhausaufenthalt. Doch gerade für minimal invasive Eingriffe benötigt der Arzt gute Bilder des Körperinnern. Deshalb befinden sich im OP der Fachhochschule bildgebende Systeme wie ein Magnetresonanztomograph (MRT), ein Röntgen-Computer-Tomograph (CT) sowie Endoskopie und Ultraschallgeräte. Sie alle liefern Bilder der Anatomie im Körperinneren und erleichtern die Diagnose der Krankheit. Die MR-Tomographie gelte als eines der vielseitigsten und leistungsfähigsten der heute verfügbaren diagnostischen Bildgebungsverfahren, so Prof. Dr. Waldemar Zylka. Sie erzeugt dünne Schichtaufnahmen von jedem Körperteil in beliebigem Winkel und beliebiger Richtung, im OP der Fachhochschule auch kontinuierlich während einer simulierten Operation. Richtig operiert wird an der Hochschule natürlich nicht. "Doch nur wenn die angehenden Medizintechnik-Ingenieure schon während des Studiums Übung im OP sammeln, sind sie nach dem Diplom berufsbereit, um mit Ärzten neue Möglichkeiten der Diagnose und Therapie und in der Industrie neue medizinische Geräte zu entwickeln", so die Begründung für den Übungsoperationsaal von Prof. Dr. Andreas Melzer, der als Mediziner an der Hochschule den Studierenden das anatomische Know-how und die Sprache der Mediziner beibringt.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Brigitte Kipfmüller, Prof. Dr. Andreas Melzer, Prof. Dr. Waldemar Zylka, Fachbereich Physikalische Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-513 (Dekanatssekretariat), Telefax (0209) 9596-514, E-Mail physikal.technik@pt.fh-gelsenkirchen.de.

Dr. Barbara Laaser | idw
Weitere Informationen:
http://www.pt.fh-gelsenkirchen.de/SystemOP

Weitere Berichte zu: Magnetresonanztomograph

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels
21.06.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften