Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektrizität pumpt Medizin durch Mini-Implantate

22.05.2002


Forscher setzen auf Einsatz bei Chemotherapie

Forscher der Ohio State University haben ein Computermodell entwickelt, um die Verteilung von Medikamenten mittels medizinischer Mini-Implantate zu unterstützen. Die Verteilung von Medikamenten erfolgt bei Bedarf und wird elektrisch geleitet. Trotz Fortschritten in der Nanotechnologie, die sich in der Verteilung von Medikamenten im Körper als vielversprechend erwies, kam es zu Problemen. Das Pumpen von Flüssigkeiten durch kleine Passagen in Mini-Implantaten stellte sich als schwierig heraus.

Mit Hilfe des Computermodells können Flüssigkeiten elektrisch in die Kanäle der implantierten Geräte geleitet werden, schreibt Terry Conlisk (Bild) im Fachmagazin Analytical Chemistry. In Testversuchen wies das Team um Conlisk den Effekt des Computermodells nach. Mit einer elektrischen Spannung von weniger als einem Volt gelang es, Salze durch wenige Nanometer weite Kanäle zu leiten. "Das Wirkprinzip ist bekannt. Ist eine Flüssigkeit positiv oder negativ geladen und wird auf der inneren Oberfläche eines Kanals eine ähnliche Ladung angebracht, werden sich die Ladungen gegenseitig abstoßen", erklärt der Forscher. Die Flüssigkeit fließe den Kanal abwärts.

In der Praxis soll die angelegte Spannung von der Größe des implantierten Geräts und der Menge des zu verteilenden Medikamentes abhängen. Der beteiligte Forscher Derek Hansford versichert, dass die elektrischen Ladungen für den Patienten ungefährlich sind. Diese seien extrem klein und würden nicht einmal mit dem Körper in Kontakt treten. Die Ladungen würden lediglich entlang der kleinen Kanäle im Inneren des Geräts fließen. Die Forscher hoffen vor allem bei verschiedenen Formen der Chemotherapie auf den Einsatz der elektrisch angetriebenen Pumpe

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.osu.edu
http://www.mecheng.ohio-state.edu/people/conlisk.html
http://pubs.acs.org/journals/ancham

Weitere Berichte zu: Mini-Implantat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten