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OLEDs – effizient, preiswert und umweltverträglich

11.10.2012
BMBF fördert neues Forschungsprojekt

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein neues Forschungsprojekt zur Entwicklung innovativer Verfahren für die OLED-Technologie an der Universität Regensburg.


Neue organische Emittermaterialien
Foto: Universität Regensburg

Im Zentrum des Projektes steht die Untersuchung von OLED-Emittermaterialien auf der Basis von rein organischen Molekülen (ohne Metallzentren). Eine erfolgreiche Erforschung dieser Materialien könnte die preiswerte Massenfertigung von OLEDs ermöglichen.

Prof. Dr. Hartmut Yersin vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität erhält zu diesem Zweck über das Förderprogramm Photonik Forschung Deutschland bis Juli 2014 Mittel in Höhe von mehr als 400.000 Euro (Förderkennzeichen: 13N12234).

Organische Leuchtdioden (OLEDs) gehören zu den Technologien der Zukunft. Für die Produktion flacher Fernsehbildschirme, transparenter Displays oder großflächiger Beleuchtungssysteme ist diese Technologie besonders geeignet.

Denn OLEDs sind sehr dünn und auf flexiblen Trägerfolien einsetzbar. Allerdings leiden die organischen Leuchtdioden noch an Kinderkrankheiten. So nimmt in OLED-Beleuchtungssystemen die Effizienz mit wachsender Helligkeit bzw. Stromdichte deutlich ab („Roll-Off“). Kopfzerbrechen bereitet auch die unterschiedliche Haltbarkeit der verschiedenen Farbpixel, was negative Auswirkungen auf die Bildqualität hat. Das gilt besonders für die Farbe Blau und damit auch für Weiß. Eine hohe Effizienz von OLEDs läßt sich zudem bislang nur durch Verwendung von Edelmetallen wie Iridium oder Platin erreichen. Diese sind nicht nur sehr teuer, sondern auch zu selten, um einen Massenmarkt zu versorgen.

Das neue Regensburger Forschungsprojekt soll hier entscheidende Verbesserungen bringen. Im Rahmen des Projektes kommt ein neues Elektrolumineszenz-Verfahren – das sogenannte „Singulett-Harvesting“ – zum Einsatz. Dieses von Yersin kürzlich entwickelte Verfahren ermöglicht einen sehr hohen Wirkungsgrad der OLEDs und erlaubt darüber hinaus die Verwendung von wesentlich preiswerteren Materialien als bisher. So werden OLEDs mit rein organischen Emittern herstellbar sein, die hoch effizient sind und – im Vergleich zu „Edelmetall-OLEDs“ – eine deutlich höhere Langzeitstabilität der Blau-Licht- oder Weiß-Licht-Emitter aufweisen.

Das Verfahren des „Singulett-Harvesting“ ist bereits auf großes Interesse der Industrie gestoßen.

Ansprechpartner für Medienvertreter:
Prof. Dr. Hartmut Yersin
Universität Regensburg
Institut für Physikalische und Theoretische Chemie
Tel.: 0941 943-4464
Hartmut.Yersin@chemie.uni-regensburg.de

Alexander Schlaak | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-regensburg.de

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