Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eine neue Generation schmutzabweisender Berufskleidung

10.11.2010
Entwicklung von multifunktionaler Corporate Identity-Kleidung mit hohem Tragekomfort

Der abgestimmte Einsatz von Verhalten, Kommunikation und Erscheinungsbild bei Unternehmen gewinnt zunehmend an Bedeutung. „Corporate Identity“ (Unter-nehmenspersönlichkeit) lautet das Schlagwort, unter dem mehrere 100.000 Beschäftigte in Großunternehmen (z.B. Fluggesellschaften, Logistikunternehmen) sowie im öffentlichen Dienst (z.B. Bundeswehr, Polizei) durch einheitliche Berufsbekleidung täglich ihr Unternehmen repräsentieren.


Aus diesem Grunde sollte CI-Berufsbekleidung sowohl ein tadelloses äußeres Erscheinungsbild, als auch einen guten Tragekomfort aufweisen und zudem industriell pflegbar sein. Diese drei wünschenswerten Eigenschaften in einem Textil zu vereinen, ist das Ziel, das die Hohenstein Institute in Bönnigheim, auf Anregung einer großen deutschen Fluggesellschaft, in einem derzeit laufenden Forschungsprojekt verfolgen.

Bislang ging das Tragen schmutzabweisender Uniformen stets mit schlechtem Tragekomfort einher und brachte für viele Berufsgruppen, insbesondere für Flugbegleiter, Probleme mit sich: So wird beispielsweise einer Uniform eines Flugbegleiters im Einsatz bei Flugstart in Frankfurt bei winterlichen Temperaturen und anschließender Landung in der Hitze von Sydney einiges abverlangt. Wechselnde Umgebungstemperaturen und die lange Tragedauer erfordern hier einen besonders guten Schweißtransport sowie eine hohe Atmungsaktivität des Textils bei gleichzeitig schmutzabweisender Funktion.

Darüber hinaus war bislang aufgrund der verwendeten Materialien eine industrielle Pflegbarkeit von CIKleidung nur bedingt möglich. Diese soll nun durch Verwendung alternativer Oberstoffe und modifizierter Versteifungseinlagen entscheidend verbessert werden.

Mit der Entwicklung von neuen Ausrüstungskonzepten und Konstruktionsleitlinien entwickeln die Forscher der Hohenstein Institute bisherige CI-Berufsbekleidung zu multifunktionalen Textilien, die hohe schmutzabweisende Wirkung aufweisen, dennoch guten bis sehr guten Tragekomfort bieten und gleichzeitig industriell pflegbar sind. Von den aus dem Forschungsvorhaben gewonnenen Ergebnissen profitieren insbesondere die Träger solcher Kleidung in Unternehmen wie z.B. Flug- und Bahngesellschaften. Des Weiteren können Hersteller und Konfektionäre von CI-Berufskleidung sowie rund 400 textile Dienstleister Kosten senken durch eine Verringerung von Kundenreklamationen und damit einer Verlängerung der Einsatzdauer von CI-Berufsbekleidung.

Wir danken der Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Textil e.V., Reinhardtstraße 12 - 14, 10117 Berlin für die finanzielle Förderung des IGFVorhabens 16365 N, die über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages erfolgte.

Rose-Marie Riedl | Hohenstein Laboratories
Weitere Informationen:
http://www.hohenstein.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Beton - gebaut für die Ewigkeit? Ressourceneinsparung mit Reyclingbeton
19.04.2017 | Hochschule Konstanz

nachricht Gelatine statt Unterarm
19.04.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie