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Kobalt-Kristall revolutioniert Sauerstoffspeicherung

07.10.2014

Material nimmt im Vergleich zur Atemluft 160-fache Menge an O2 auf

Forscher der University of Southern Denmark http://sdu.dk/en haben ein Material entdeckt, dass extrem hohe Mengen an Sauerstoffmolekülen an sich bindet und speichert.


Kristalle: binden enorme Mengen Sauerstoff an sich

(Foto: sdu.dk/en)

Dabei handelt es sich um neuartige Kristalle, deren Hauptbestandteil Kobalt ist. Dank dieser revolutionären Methode kann im Vergleich zur normalen Atemluft in etwa die 160-fache Konzentration an Sauerstoff aufgenommen werden.

Erübrigt Sauerstofftanks

Die Wissenschaftler hoffen mithilfe dieses innovativen Ansatzes, das Atmen unter Wasser ohne unhandliche Sauerstofftanks zu ermöglichen.

Zusätzlich könnte diese Entdeckung auch Patienten eine Erleichterung verschaffen, die unter Atembeschwerden aufgrund von Lungenproblemen leiden. Ungefähr zehn Liter Volumen der Kristalle sind notwendig, um den gesamten Sauerstoff eines Raumes zu absorbieren.

Vergleichbar mit Hämoglobin

Die Sauerstoffmoleküle werden an die Kristalle gebunden und erst freigegeben, wenn Umgebungsdruck sowie -temperatur bestimmte Werte erreicht haben.

"Das Material ist sowohl Sensor als auch Container für Sauerstoff. Wir können es verwenden, um ihn aufzunehmen, zu speichern und zu transportieren. Aufgrund dieser Eigenschaften kann man es als eine Art künstliches Hämoglobin betrachten", erklärt Forschungsleiterin Christine McKenzie von der University of Southern Denmark.

Carolina Schmolmüller | pressetext.redaktion

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