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Interaktive E-Haut leuchtet bei Berührung

23.07.2013
Schlanke Entwicklung für Roboter-Tastsinn oder Touchscreen-Tapeten

Forscher an der University of California (UC), Berkeley haben eine papierdünne "E-Skin" (E-Haut) gefertigt, die bei Berührung leuchtet und das umso stärker, desto mehr Druck ausgeübt wird.


Konzeptdarstellung: Leuchtstärke je nach Druck (Foto: Ali Javey & Chuan Wang)

Die Entwicklung des Teams um Elektrotechnik- und Informatikprofessor Ali Javey ist der Universität zufolge das erste interaktive Sensor-Netzwerk auf flexiblem Kunststoff. Die Prototypen haben zwar nur 16 mal 16 Pixel, das Potenzial ist den Wissenschaftlern zufolge aber groß. Die vorstellbare Anwendungspalette reicht demnach von einem Tastsinn für Roboter über interaktive Wandtapeten bis hin zu elektronischen Bandagen.

Neue Interaktionsmöglichkeiten

"Mit der interaktiven E-Skin haben wir ein elegantes System auf Kunststoff demonstriert, das um verschiedene Objekte gehüllt werden kann, um eine neue Form der Mensch-Maschine-Schnittstelle zu realisieren", so Javey.

Bei Berührung leuchtet der aktuell in Nature Materials http://www.nature.com/nmat vorgestellte Prototyp und gibt durch die Lichtstärke unmittelbares Feedback dazu, wie groß der ausgeübte Druck ist. Eben diese Interaktivität des integrierten Sensornetzwerks ist laut Chuan Wang, projektbeteiligtem Postdoc an der UC Berkeley, der eigentliche Durchbruch. Möglich macht das die Kombination eines Transistors, einer organischen LED und eines Drucksensors in jedem Pixel.

Das Anwendungspotenzial der E-Haut scheint breit gefächert. Denkbar sei beispielsweise, Roboter mit einem besseren Tastsinn auszustatten und sie somit wirklich berührungsempfindlich zu machen. Die Technologie könnte den Ingenieuren zufolge auch genutzt werden, um Wandtapeten zu fertigen, die als Touchscreen fungieren oder als Beschichtung des Armaturenbretts im Auto dieses interaktiv zu machen. Zudem gibt es Potenzial im Gesundheitswesen.

"Ich kann mir auch eine E-Skin-Bandage vorstellen, die als Gesundheitsmonitor am Arm dauernd Blutdruck und Puls kontrolliert", meint Wang.

Thomas Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.berkeley.edu

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