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Wurst ist beliebt: Rund siebzig Gramm der Fleischrollen verleibt sich der Durchschnittsdeutsche täglich ein. Fleisch behält seine Form selbst - die gehackte Wurstmasse hingegen muss in Natur- oder Kunstdärme gestopft werden. Viele dieser synthetischen Umhüllungen bestehen aus regenerierter Cellulose, einem naturidentischen Kunststoff, der als Cellophanfolie oder faserförmig als Kunstseide und Viskose bekannt ist.
Ausgangsmaterial ist Cellulose, der Hauptbestandteil von Holz. Da sich diese watteartige Zellwolle nicht einfach schmelzen und als Folie vergießen lässt, schlägt das alte Viskoseverfahren einen Umweg ein: Die Cellulose wird chemisch umgewandelt, in eine viskose Lösung überführt und in einem Fällbad regeneriert - also in der neuen Form wieder fest. Beim neueren Lyocell-Verfahren entfällt dieser Umweg und die Anzahl der Verfahrensschritte ist geringer. Es ist umweltfreundlicher, denn das Lösemittel wird nahezu vollständig zurückgewonnen. Wasser und der Stoff N-Methylmorpholin-N-oxid lösen die Cellulose direkt und setzen sie im Fällbad wieder frei. Nicht nur faserförmig: Mit einer neuen und patentierten Verfahrensvariante des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP lassen sich nun auch Folien und Schläuche kostengünstig herstellen.
Projektleiter Dr. Peter Weigel erläutert den Ablauf: »Die Celluloselösung tritt kontinuierlich aus einer Ringdüse aus. Der Clou unserer Variante ist, dass der Schlauch aus zähflüssiger Celluloselösung nicht sofort in das Fällbad eintritt, sondern einen Luftspalt durchläuft. In dieser kurzen Zeit stellen wir über den inneren Luftdruck die Eigenschaften des Schlauches ein. Wesentlich sind die Quer- und Längs-festigkeit.« Später, wenn die Würste gebrüht, gekocht oder geräuchert werden, treten weitere Eigenschaften der Hüllen in den Vordergrund, wie Bereichsleiter Dr. Hans-Peter Fink weiß: »Mit der Porosität der Wursthülle legen wir fest, wie schnell Geschmacksstoffe hindurchtreten können. Und von der Struktur der inneren Oberfläche hängt es ab, wie stark der Inhalt an der Hülle haftet.«
Vor drei Jahren begann die Kooperation mit dem belgischen Unternehmen Teepak NV, Marktführer für Wursthüllen aus Cellulose. Nach Untersuchungen im Labor wurde eine halbindustrielle Pilotanlage aufgebaut, die Ende vergangenen Jahres in Betrieb ging. Nicht nur Wursthüllen - auch Verpackungsfolien und Membranen mit maßgeschneiderten Eigenschaften lassen sich darauf herstellen.
Dr. Peter Weigel | Quelle: Mediendienst
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Polymerforscher starten globales Netzwerk KOALA
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Das 1KITE Projekt (1K Insect Transcriptome Evolution), in dem sich Forscher aus der ganzen Welt in noch nie dagewesener Weise zusammengetan haben, um das Geheimnis des evolutiven Erfolges der Insekten mittels Transkriptomen von 1.000 Insektenarten zu lüften, ist jetzt gestartet. Für die Dauer von drei Jahren werden fünf Millionen Euro vom Bejing Genomics Institute, dem größten nationalen Forschungsinstitut Chinas, zur Verfügung gestellt, um die Transkriptomdaten zu erheben.
1KITE umfasst ein internationales Team von renommierten Experten für molekulare Biologie, Morphologie, Paläontologie, Taxonomie, Embryologie und Bioinformatik. Rund 50 Wissenschaftler aus Australien, China, Deutschland, Japan, Mexiko, Österreich und den USA arbeiten im 1KITE-Projekt.
Aus Deutschland sind beteiligt: die Universität Bonn, das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn, die Universität Jena ...
Pulsare können durch Materie, die von außen auf sie einströmt, nicht nur beschleunigt, sondern auch verlangsamt werden. Das erklärt einige Rätsel.
Pulsare gehören zu den exotischsten, bekannten Himmelskörpern. Sie besitzen Durchmesser von etwa 20 Kilometern, beinhalten aber in etwa die Masse unserer Sonne. Ein würfelzuckergroßes Stück ihrer ultrakompakten Materie würde auf der Erde mehrere hundert Millionen Tonnen wiegen.
Eine Unterklasse von ihnen, die Millisekundenpulsare, wirbeln zudem bis zu einige hundert Mal ...
Feinste Strukturen des Gehirns aufzudecken, um seine Funktionsweise zu enträtseln – diesem Ziel sind Forscher um Stefan Hell vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie einen entscheidenden Schritt näher gekommen.
Mit der von Hell entwickelten STED-Mikroskopie ist es ihnen erstmals gelungen, scharfe Live-Bilder aus dem Gehirn einer lebenden Maus aufzunehmen. In einer bisher unerreichten Auflösung von unter 70 Nanometern haben sie die winzigen Strukturen sichtbar gemacht, über die Nervenzellen miteinander kommunizieren. Diese Anwendung der STED-Mikroskopie eröffnet Neurobiologen und Medizinern neue ...
Durch Verwendung viraler Vektoren können mittels RNAi Genfunktionen in Insekten innerhalb kurzer Zeit studiert werden
Gelbe Biotechnologie ist die Biotechnologie mit Insekten, analog zur grünen (Pflanze) und roten (Tiere) Biotechnologie. Wirkstoffe oder Gene aus Insekten werden charakterisiert und können für die Forschung oder die Anwendung in Landwirtschaft oder Medizin eingesetzt werden.
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Optomechanische Interaktionen
Vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende stellen ein mikroskopisches System vor, das Licht in mechanische Schwingung und umgekehrt umwandeln kann. Diese Interaktion ist so stark, dass damit die Bewegung des Oszillators auf einer quantenmechanischen Ebene beeinflussbar wird.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist bekannt, dass die Bewegung von Gegenständen letztlich ...
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Startschuss für eine neue, internationale Forschungsinitiative zur Evolution der Insekten
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