Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Äußere ist entscheidend

24.05.2006


Professur Schweißtechnik initiiert Forschergruppe für Oberflächen- und Beschichtungstechnologien, die vom Bund mit zwei Millionen Euro gefördert wird

Eine Gruppe junger Wissenschaftler wird ab September 2006 an den Professuren Schweißtechnik, Fertigungslehre und Verbundwerkstoffe der TU Chemnitz gemeinsam mit regionalen Unternehmen des Anlagen- und Maschinenbaus neuartige Schichtsysteme und geeignete Herstellungstechnologien entwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Forschungsprojekt als eine der besten Initiativen aus über 100 Bewerbungen ausgewählt. Über fünf Jahre und mit einem Gesamtvolumen von zwei Millionen Euro wird es im Rahmen von "InnoProfile" gefördert.

Das Forschungsprojekt mit dem Kurznamen "Auftragschichten" wurde maßgeblich von Dr. Frank Riedel von der Professur Schweißtechnik initiiert. Unter der Leitung von Stefan Thurner von der gleichen Professur werden künftig sechs Wissenschaftler funktionsoptimierte Schichtsysteme entwickeln und dafür geeignete Beschichtungstechnologien erarbeiten und optimieren. "Damit widmet sich das Projekt einem höchst aktuellen Forschungsgebiet, die Nachfrage nach entsprechenden Systemen seitens der Industrie ist gewaltig", schätzt Dr. Riedel ein. Unter anderem betreffe dies die Herstellung von hoch beanspruchten Anlagenbauteilen (z.B. Ventile von Verbrennungsmotoren) sowie von säure- und temperaturbeständigen Bauteilen für den Chemieanlagenbau und die Lebensmittelindustrie.

Die Entwicklungsarbeit der Forschergruppe soll maßgeblich zur Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen des Anlagen- und Maschinenbaus beitragen. "Geplant ist, den Wirtschaftsraum Chemnitz basierend auf langfristigen Kooperationen zwischen der TU Chemnitz und Unternehmen zu einem überregionalen Zentrum für Beschichtungstechnologien auszubauen", berichtet Thurner. Gleichzeitig werde hoch qualifizierter Nachwuchs an Ingenieuren für Unternehmen des Anlagen- und Maschinenbaus ausgebildet. Mit den Projektergebnissen sollen u. a. Anreize geschaffen werden, innovative Produkte und neue Lösungen in erfolgreiche Unternehmensneugründungen umzusetzen.

Am Projekt beteiligen sich schon 15 Unternehmen und sind fester Bestandteil der geplanten Forschungsarbeiten. Auch für Firmen, die bis jetzt noch nicht beteiligt sind, bietet das Verbundprojekt "Auftragschichten" noch Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung baute im Juni 2005 seine Innovationsinitiative "Unternehmen Region" mit "InnoProfile" weiter aus. Dieses Förderungsprogramm stellt bis zum Jahr 2012 rund 150 Millionen Euro für technologie- und branchenspezifische Zusammenarbeit zwischen Nachwuchsforschungsgruppen und Unternehmen vor Ort in Ostdeutschland bereit. In vier aufeinander folgenden Jahren sollen pro Jahr mindestens zehn neue Projekte gefördert werden, welche die Innovationsfähigkeit der ostdeutschen Regionen durch die Kooperation von regionaler Nachwuchsförderung und regionalen wirtschaftlichen Kompetenzträgern stärkt. Da die wirtschaftliche Entwicklung einer Region sehr stark von der Innovationsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen abhängt, diesen aber häufig passendes regionales Wissenschaftsumfeld fehlt, will "InnoProfile" die Nachwuchsforscher und wirtschaftliche Träger in der Region zusammenbringen. Aus insgesamt 109 Bewerbungen wurden 18 für die erste von vier Förderungsrunden ausgewählt. Die TU Chemnitz erhielt dabei für vier eingereichte Projekte eine Förderungszusage und führt damit die Tabelle an. Rund 8,5 Millionen Euro können die an den vier Projekten beteiligten Chemnitzer Wissenschaftler in den nächsten Jahren zur Forschung nutzen.

"InnoProfile" im Internet: http://www.unternehmen-region.de

Weitere Informationen zum Projekt "Auftragschichten" erteilen Dr. Frank Riedel, Telefon (03 71) 5 31 - 24 72, E-Mail frank.riedel@mb.tu-chemnitz.de, sowie Stefan Thurner, Telefon (03 71) 5 31 - 24 03, E-Mail stefan.thurner@mb.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.unternehmen-region.de
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/

Weitere Berichte zu: Beschichtungstechnologie Schweißtechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Forscherin entwickelt elektronische Textilstruktur für Medizinprodukte
17.02.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Untergrund beeinflusst Halbleiter-Monolagen
16.02.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften