Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die "Inneneinrichtung" der Fusionskammer kommt aus Jülich

30.06.2005


Jülicher Fusionsforscher sind bereit für ITER


Mit der gestrigen Entscheidung für den Bau des neuen Fusionsreaktors im französischen Cadarache ist auch für das Forschungszentrum Jülich der Startschuss gefallen. Die notwendigen Materialien, um das heiße Fusionsgas einzuschließen, werden in Jülich seit Jahren erforscht und verbessert. "Unser Konzept für ITER steht", sagt Dr. Volker Philipps, Leiter der europäischen Arbeitsgruppe "Plasma-Wand-Wechselwirkung".

"Wir in Jülich messen der Fusionsforschung einen großen Stellenwert als Energiequelle der Zukunft bei", sagt Prof. Joachim Treusch, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums. Am Fusionsreaktor TEXTOR erforschen die Jülicher Physiker, welches Material für die Innenwand der Fusionskammer geeignet ist. Kacheln aus Graphit, Wolfram und Beryllium kommen an den Stellen zum Einsatz, wo Magnetfelder alleine nicht mehr ausreichen, um das heiße Plasma einzuschließen. Dank der Forschungsergebnisse aus Jülich wird der Innenraum von ITER optimal vor dem 100 Millionen Grad heißen Gas geschützt.


Zusätzlich zu hitzebeständig Wandmaterialien entwickelte man in Jülich auch ein aktives Schutzsystem für die Wand. Das Magnetfeld am Rand wird künstlich verwirbelt, um das Plasma an der Wand unter Kontrolle zu bringen. Die Hitzekacheln werden weniger belastet und einen kontinuierlicher Energiestrom aus dem Fusionsfeuer erreicht.

Jülich ist das Zentrum des 1996 gegründeten internationalen Forschungsverbund TEC, in dem zusammen mit belgischen und niederländischen Forschern Plasmaforschung für ITER betrieben wird. Das 2004 von Jülich und den Universitäten in Düsseldorf und Bochum gegründete Virtuelle Institut "ITER-relevant Plasma Boundary Physics", sowie das dazugehöriges Graduiertenkolleg unterstreichen die Stellung des Forschungszentrums auf diesem Gebiet.

Kosta Schinarakis | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Berichte zu: Fusionskammer Fusionsreaktor ITER Magnetfeld Plasma

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht PKW-Verglasung aus Plastik?
15.08.2017 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Ein Herz aus Spinnenseide
11.08.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Climate change: In their old age, trees still accumulate large quantities of carbon

17.08.2017 | Earth Sciences

Modern genetic sequencing tools give clearer picture of how corals are related

17.08.2017 | Life Sciences

Superconductivity research reveals potential new state of matter

17.08.2017 | Materials Sciences