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Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

10.07.2003


Die BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, und die Metabolix, Inc., Cambridge/Massachusetts/USA, haben eine Forschungskooperation auf dem Gebiet der Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen vereinbart. Die auf zunächst ein Jahr begrenzte Zusammenarbeit sieht vor, dass Metabolix Polyester-Kunststoffe fermentativ aus Zucker herstellt und Mustermengen im Technikumsmaßstab an die BASF liefert.



In der Polymerforschung des Chemieunternehmens werden dann die werkstofflichen und verarbeitungstechnischen Eigenschaften der Produkte geprüft. Darüber hinaus umfasst die Zusammenarbeit einen intensiven Erfahrungsaustausch der beiden Partner. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.

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Die Polyester aus der Gruppe der Polyhydroxyalkanoate werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und sind biologisch abbaubar. Sie haben ein sehr breites Anwendungsspektrum und können zur Herstellung von
Folien, Fasern, thermoplastischen Werkstoffen oder auch Dispersionen für Klebrohstoffe oder Beschichtungen eingesetzt werden.


"Wir freuen uns, gemeinsam mit den Forschern der BASF neue Anwendungen für unseren Kunststoff erschließen zu können", sagt Jim Barber, Präsident der Metabolix, Inc. "Diese Zusammenarbeit ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, unsere Produkte zu kommerzialisieren."

Der BASF bietet die Kooperation die Gelegenheit, frühzeitig Erfahrungen mit einer noch jungen Technologie zu gewinnen. "Die Herstellung von Kunststoffen durch Mikroorganismen birgt ein interessantes Zukunftspotenzial", erläutert der Polymerforscher Dr. Dietrich Scherzer von der BASF, der für das Projekt verantwortlich ist. "Mittel- bis langfristig können nachwachsende Rohstoffe eine attraktive Alternative zu den petrochemischen Grundstoffen darstellen - auch in wirtschaftlicher Hinsicht."

Die Metabolix, Inc. wurde 1992 gegründet und stellt mit biotechnologischen Methoden auf Basis nachwachsender Rohstoffe umweltfreundliche Kunststoffe und Spezialchemikalien her. Das Unternehmen ist weltweit führend in der Anwendung von Metabolic Engineering und Molekularbiologie, um unter wirtschaftlichen Bedingungen Polyhydroxyalkanoate (PHA) fermentativ mit Hilfe von Mikroorganismen und letztlich direkt in Pflanzen herzustellen. Das Unternehmen konzentriert sich derzeit auf die Vermarktung von PHA in den Anwendungen, in denen diese ein überlegenes Eigenschaftsprofil bieten. Dazu zählen Papierbeschichtung, Vliese, Klebstoffe, Lebensmittel-Einwegverpackungen sowie Additive für andere Kunststoffe.

Ansprechpartner:

Jim Barber, Präsident
Tel. +1 617 492-0505, x225
Fax: +1 617 492-1996
E-Mail: barber@metabolix.com

Dr. Karin Elbl-Weiser | BASF
Weitere Informationen:
http://www.metabolix.com

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