Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gefüllte Miniröhren für magnetische Datenspeicher

13.09.2002


Mit Eisen gefüllte Nanoröhre


Auf Silizium-Wafer gewachsene Nanoröhren


Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden präsentiert auf der Messe materialica 2002 in München Kohlenstoffnanoröhren, die mit Eisen, Kobalt oder Nickel gefüllt sind und dadurch besondere magnetische Eigenschaften besitzen.


Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) präsentiert auf der materialica 2002 in München neueste Ergebnisse der Magnetoelektronik.
Mit ferromagnetischen Werkstoffen (Fe, Co, Ni) gefüllte Carbon-Nanotubes ermöglichen neue Ansätze in der Entwicklung magnetischer Datenspeicher für den "Nanocomputer" von morgen. Wenn man einzelne Dots dieser Nanotubes eng strukturiert wachsen lassen kann, hat man kleinste magnetische s "Bits" mit bisher nicht erreichten Abmessungen .
Seit der Entdeckung der "dritten Dimension" der Kohlenstoffstruktur in Form der Fullerene und Nanoröhren (Durchmesser 1...100 nm, Länge bis mehrere µm) wird an diesen für die Nanotechnologie hoffnungsvollen neuartigen Werkstoffen auch im IFW Dresden intensiv gearbeitet. Vor kurzem ist den Dresdner Forschern gelungen, Methoden für das gezielte Herstellen solcher gefüllter Nanotubes mittels CVD -Verfahren zu entwickeln. Die im Innern der Nanotubes eingeschlossenen Partikel aus Fe, Co oder Ni sind durch den sie umgebenden Kohlenstoffmantel einerseits vor chemischen und elektrischen Einflüssen geschützt, können aber andererseits magnetisch geordnet werden. Jetzt arbeiten die Dresdner daran, gezielt kleinste Strukturen auf Wafern herzustellen. Auf dem Stand des "Forschungslandes Sachsen" hält das IFW umfassende Informationen zum Kooperationsangebot seiner Nanotechnologie-Kompetenzen bereit. Kompetenzangebote auf Basis neuester Forschungsergebnisse bietet das Institut zu:
  • Carbon - Nanotubes und Fullerene
  • Herstellung - Präparation - Analytik -

    Highlights: Gefüllte Nanotubes (Fe, Fe-Co, Ni) und Fullerene (Sc, Y, Lanthanoide), Nanodrähte und Nanotube-Arrays
  • Dünnschichtmagnetismus und Magnetoelektronik Gezielte Entwicklung von GMR - und TMR - , Spin Valve - Systemen und magnetischer dünnen Filmen
  • Nanolithografie in Kohlenstoffschichten
  • Nano - Strukturanalytik

Verfahren für Mikrobereiche ( TEM, STM, REM), Oberflächen (XPS), Magnetstrukturen (MOKE)
Entwicklungsstand und Aussichten auf praktische Anwendungen dieser neuartigen Werkstoffe und Technologien werden am IFW-Stand anschaulich präsentiert.

Kontakt über:
IFW Dresden
Wilfried Pfeiffer 
w.pfeiffer@ifw-dresden.de

Tel.: 0351 / 465 9 424
Postfach 27 01 16
D-01171 Dresden

Dr. Carola Langer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifw-dresden.de/ iff12index_d.html

Weitere Berichte zu: Datenspeicher IFW Magnetoelektronik Nanotube

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Forscherin entwickelt elektronische Textilstruktur für Medizinprodukte
17.02.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Untergrund beeinflusst Halbleiter-Monolagen
16.02.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften