Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Alternativen für Seltene Erden gesucht

19.09.2011
SPECTARIS-Industriekonsortium „Seltene Erden“ erforscht alternative Poliermittel für die optische Industrie

Als Reaktion auf die künstliche Verknappung der Metalle der Seltenen Erden sucht SPECTARIS in einem Industrieprojekt mit seinen Mitgliedsunternehmen der optischen Technologien nach Alternativen.

Die Unternehmen benötigen die zur Gruppe der „Seltenen Erden“ gehörende Verbindung Ceroxid als Bestandteil von Poliermitteln für die Politur hochpräziser Optiken. Durch die Exportbeschränkungen des Hauptlieferanten China und die stark gestiegene Nachfrage aus der Elektronikindustrie ist dieses derzeit nur unregelmäßig und zu sehr hohen Preisen auf dem Markt verfügbar.

In diesem Industrieprojekt werden auf alternativen Substanzen basierende Poliermittel wie Aluminium- und Zirkonoxid getestet. Diese sind zwar schon teilweise als Poliermittel im Einsatz, konnten aber Ceroxid wegen dessen guten Eigenschaften und Verfügbarkeit nie flächendeckend ersetzen.

Für die Erfassung der Versuchsergebnisse der unterschiedlichen Testreihen wird ein abgestimmtes Bewertungsschema verwendet. Zum Abschluss der Screeningphase Ende November soll feststehen, in welchem Umfang und zu welchen Themen weitergehender Forschungsbedarf besteht. Poliermittel, die positive Ergebnisse aufweisen, könnten in einer anschließenden Optimierungsphase in Kooperation mit den am Industriekonsortium beteiligten Poliermittelherstellern weiter untersucht werden. Dazu ist beim Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Forschungsprojekt „Alternative Poliermittel“ in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Deggendorf beantragt.

Darüber hinaus wird durch das Konsortium die Möglichkeit der Rückgewinnung von Ceroxid aus Glaspolierschlämmen erforscht. Recyceltes Ceroxid guter Qualität könnte wieder als Poliermittel verwendet werden. Bei nicht ausreichender Qualität des recycelten Ceroxids kann es z.B. in der Elektronikindustrie eingesetzt werden und dadurch die Nachfrage nach Ceroxid indirekt entspannen. Da neben der Verfügbarkeit auch die Preissteigerung von Ceroxid eine wichtige Rolle spielt, wird in einem dritten Arbeitspaket die längere Haltbarkeit von Poliermitteln im Kreislauf untersucht.

Das SPECTARIS-Industriekonsortium ist im Dezember 2010 angelaufen. Die beteiligten Unternehmen treffen sich in regelmäßigen Abständen, um neue Ergebnisse zu präsentieren und den weiteren Ablauf der Versuche festzulegen. Die frühzeitige Einbeziehung der Poliermittelhersteller in das Konsortium soll dabei die Frage nach der im industriellen Maßstab verfügbaren Menge und der Stabilität der Lieferchargen alternativer Poliermittel beantworten.

SPECTARIS, der Verband der Hightech-Industrie, vertritt im Fachverband Photonik + Präzisionstechnik unter anderem 94 Hersteller von Optischen Technologien. Die Schlüssel- und Querschnittstechnologien sind in verschieden Branchen, wie etwa in der Medizintechnik, im Maschinenbau, im Halbleiter-, Beleuchtungs- oder Energiebereich zu finden. Die Optischen Technologien erzielten 2010 in rund 1.000 Unternehmen in Deutschland einen Gesamtjahresumsatz von rund 21,9 Milliarden Euro und beschäftigten mehr als 124.000 Menschen. SPECTARIS unterstützt seine überwiegend mittelständischen Mitgliedsunternehmen sowohl durch aktives Branchenmarketing im In- und Ausland, die Vertretung der Interessen gegenüber der Politik, als auch durch diverse Serviceangebote wie Seminare und der Zulieferung von Branchendaten.

Bildmaterial zur Pressemeldung finden Sie unter http://www.spectaris.de/verband/presse/bildmaterial/produktfotos-photonik.html.

Pressekontakt:
Daniela Waterböhr
Verbandskommunikation
Fon +49 (0) 30 41 40 21-59
Fax +49 (0) 30 41 40 21-33
waterboehr@spectaris.de
twitter.com/spectaris
www.facebook.de/photonikkarriere
SPECTARIS. Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V.

Werderscher Markt 15, D-10117 Berlin

Daniela Waterböhr | SPECTARIS
Weitere Informationen:
http://www.spectaris.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Mikroplastik in Meeren: Hochschule Niederrhein forscht an biologisch abbaubarer Sport-Kleidung
18.09.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Flexibler Leichtbau für individualisierte Produkte durch 3D-Druck und Faserverbundtechnologie
13.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie