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Zwei-Phasen-Technologie für Wassernebel-Löschung

17.08.2011
Mit einem neuen Wassernebelsystem können Brände selbst aus einer Entfernung von acht Metern gelöscht werden.

Sinorix H2O Jet ist für Industrieobjekte wie Turbinen, Lackierstraßen oder Produktionsanlagen gedacht. Spezielle Düsen erzeugen einen Nebel aus winzigen Wassertröpfchen. Wasser und das Treibmittel Stickstoff sind dabei ungefährlich, umweltfreundlich und hinterlassen keine Rückstände. Sinorix H2O Jet gewann bei der Fachmesse Expoprotection in Paris den Innovation Award in der Kategorie Brandschutz.


Ein Feuer setzt Sauerstoff, Wärme und Brennstoff voraus. Wird nur einer der Faktoren entfernt, erlischt der Brand. Je nach Anwendung verwenden automatische Löschanlagen unterschiedliche Mittel: Wasser, Gase oder eine Kombination von Gas und Wasser. Wasser kühlt vor allem Brandgut und -umgebung und verhindert so eine schnelle Ausbreitung.

Wassernebelsysteme haben dabei gegenüber Sprinkleranlagen und Schaum- oder Gaslöschsystemen einige Vorteile: Der bei Sprinkleranlagen entstehende Wasserschaden an teuren Einrichtungen oder Anlagen wird vermieden, und es bleiben keine Rückstände von Salzen oder Tensiden aus Schaumlöschmitteln.

Bisher wird der Wassernebel allerdings meist mittels Hochdruck erzeugt, was die Installation relativ teuer macht. Siemens Building Technologies hat daher eine Zwei-Phasen-Technologie entwickelt, die mit Niederdruck auskommt.

Sinorix H2O Jet wurde speziell für den Schutz von Objekten und deren Umgebung entwickelt. Die Zwei-Phasen-Technologie nutzt Stickstoff als Treib- und Wasser als Löschmittel und erreicht damit einen maximalen Kühleffekt. Bei einem Druck von weniger als 16 bar werden Wassertröpfchen von 150 bis 200 Mikrometern Größe erzeugt. Je kleiner die Wassertropfen, desto größer die Oberfläche für die Wärmeabsorption und für die Erstickung eines Brandes.

Die optimale Tropfengröße für das zu schützende Objekt berechnen die Siemens-Experten bereits bei der Planung der Anlage. Das System arbeitet mit zwei verschiedenen Düsen. Diejenige für den Objektschutz ist patentiert und arbeitet nach dem Laval-Prinzip zur Optimierung des Flüssigkeitsaustritts. So kann aus einer Entfernung bis acht Metern gezielt gelöscht werden. Der Wassernebel aus der anderen Düse schützt Objekte und deren Umgebung und kontrolliert das Feuer. (IN 2011.08.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/innovationnews

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