Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wichtiger Schritt zu effizienteren Triebwerken - Neuer Turbinenversuchsträger an der Uni Stuttgart

18.06.2009
Flugzeugtriebwerke sollen effizienter werden, weniger Lärm machen und die Umwelt schonen.

Um dies zu erreichen, gründeten die Universität Stuttgart und die Firma MTU Aero Engines im Jahr 2006 das Kompetenzzentrum "Turbinen für Flugtriebwerke", das inzwischen Forschungsprojekte mit einem Förder-Volumen von fast zehn Millionen Euro einwerben konnte.

Als weiterer Meilenstein wird am Höhenprüfstand der Uni Stuttgart derzeit ein Turbinenversuchsträger aufgebaut, der die Größe eines realen Triebwerks und eine Leistung von bis zu drei Megawatt unter Bodenbedingungen hat. Damit verfügt das Institut für Luftfahrtantriebe (ILA) der Uni künftig über Versuchsmöglichkeiten, die weltweit keine andere Universität und nur wenige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vorweisen können.

Am 25. Juni um 15.00 Uhr wird die Anlage auf dem Campus Vaihingen der Uni, Pfaffenwaldring 6, in den Versuchshallen des Instituts für Luftfahrtantriebe feierlich übergeben. An der Veranstaltung nehmen hochrangige Vertreter der Firma MTU Aero Engines, der Rektor der Universität Stuttgart, Prof. Wolfram Ressel, sowie Uni-Kanzlerin Dr. Bettina Buhlmann teil. Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Der Versuchsträger mit dem Namen Rig 455 hat einen Wert von circa vier Millionen Euro und wird der Uni als Dauerleihgabe der Firma MTU überlassen. Möglich wurde dies, da das ILA mit seinem Höhenprüfstand als eine von nur zwei Einrichtungen in Westeuropa über die Infrastruktur verfügt, die für die hohe Leistung der Versuchsanlage erforderlich ist.

"Die Überlassung ist ein großartiger Vertrauensbeweis der MTU an das Institut für Luftfahrtantriebe und somit an die Universität Stuttgart", so Institutsleiter Prof. Stephan Staudacher. "Mit der Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie und insbesondere mit dem Institut für Luftfahrtantriebe der Universität Stuttgart verbindet uns seit vielen Jahren eine fruchtbare und äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit in der Entwicklung innovativer, wirtschaftlicher und umweltverträglicher Flugtriebwerke und deren Komponenten - gerade in heutiger Zeit eine unabdingbare Voraussetzung zur Zukunftssicherung des weltweiten Luftverkehrs", so Prof. Dr. Rainer Walther, verantwortlich bei MTU für die Koordination der Netzwerkarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen, und selbst Absolvent und langjähriger Lehrbeauftragter der Uni Stuttgart.

Mit dem Versuchsträger können wichtige grundlegende Untersuchungen für die Verbesserung moderner Triebwerke durchgeführt werden. So wird zum Beispiel die dreidimensionale, hoch instationäre Strömung durch die Turbine untersucht. Ziel ist es, die Wirkungsgrade zu verbessern und die Maschinen leichter zu machen.

Das Kompetenzzentrum Turbinen für Flugtriebwerke ist ein Zusammenschluss der MTU Aero Engines sowie der Institute für Luftfahrtantriebe sowie für Thermodynamik der Luft- und Raumfahrt der Universität Stuttgart. Ziel ist die Entwicklung von umweltverträglicheren Triebwerksgenerationen, die weniger Lärm verursachen, weniger Schadstoffe ausstoßen, weniger Energie verbrauchen und zudem geringere Instandhaltungskosten verursachen. Die Wissenschaftler wollen das Gewicht, die Kosten und die Effizienz von Turbinen und ihren Bauteilen optimieren, um die internationale Konkurrenzfähigkeit zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen die aerodynamische und kühltechnische Gestaltung sowie die realitätsnahe Erprobung und Validierung der Turbinenkomponenten.
Weitere Informationen bei Prof. Stephan Staudacher, Institut für Luftfahrtantriebe, Tel. 0711/685-63520, e-mail: stephan.staudacher@ila.uni-stuttgart.de sowie unter

http://www.uni-stuttgart.de/aktuelles/presse/2006/145.html

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Leichtbau serientauglich machen
24.04.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Laserstrukturierung verbessert Haftung auf Metall und schont die Umwelt
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung