Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

VMC MT Baureihe: Universallösung für große Futterteile sorgt für maximale Flexibilität und Effizienz

08.09.2016

Gerade in Europa kennt die Marktentwicklung im Nutzfahrzeugbereich in den letzten Jahren nur eine Richtung – nach oben. So wurden nach Einschätzung des Branchenverbandes ACEA in der EU im vergangenen Jahr rund 2,08 Millionen Lastwagen, Transporter und Busse neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von über 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem schwere Fahrzeuge mit mehr als 16 Tonnen waren stark nachgefragt. Für die Hersteller geht die positive Entwicklung aber mit einer wachsenden technologischen Herausforderung einher. Die Kunden verlangen nach passgenaueren Mobilitätslösungen für ihren Einsatzbereich. Zum Beispiel gewinnen noch effizientere konventionelle Antriebe sowie alternative Antriebssysteme an Bedeutung. Immer kürzere Produktzyklen in der Produktion sind die indirekten Folgen davon; auch nimmt die Zahl der zu produzierenden Teilefamilien an vielen Standorten zu. Was das wiederum für die eingesetzte Fertigungstechnologie bedeutet, macht das Beispiel VMC 450 MT deutlich: Das vertikale Dreh-Fräs-Zentrum der EMAG Leipzig Maschinenfabrik bietet dem Anwender eine bisher unerreichte Flexibilität. Eine Vielzahl von großen und komplexen Futterteilen kann auf ihm im schnellen Wechsel bearbeitet werden  – der geringe Rüstaufwand macht es möglich.

Steigende Absatzzahlen, innovative Fahrzeug-Technologien und  Forderungen der Politik nach sinkenden CO2-Abgaswerten – Nutzfahrzeughersteller stehen derzeit vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund verändert sich seit einigen Jahren die Produktionssituation bei vielen Unternehmen: Einerseits wird der Marktzyklus für ein Motorenmodell kürzer (und mit einem neuen Modell müssen auf den gleichen Maschinen immer wieder neue Teilefamilien bearbeitet werden), andererseits nimmt die Zahl der parallel zu produzierenden Teile zu. Für den Anwender an der Maschine heißt das letztlich:


Die vertikale Drehmaschine VMC 450 MT von EMAG: Für die Fertigung unterschiedlicher Werkstücke entwickeln die Spezialisten jeweils passgenaue Fertigungsszenarien – von der handbeladenen Einzelmaschine bis zur „FLEXline“ mit mehreren verketteten Anlagen.


Die Beladung kann manuell, per Roboter mit TrackMotion oder Portal erfolgen.


Für ein durchgängiges Qualitätsmanagement gibt es mehrere, sich ergänzende Messsysteme. Die Qualität der Werkstücke wird zum Beispiel mit einem Funkmesstaster überprüft, die der Werkzeuge über eine Lasermessbrücke.


Blick auf die horizontale Bearbeitung im Maschineninnenraum: Der Prozess erfolgt hochgenau und mit kurzen Nebenzeiten.

In kürzeren Abständen müssen Produktionssysteme für neue Bauteile eingerichtet werden. Der allgemeine Rüstaufwand steigt also an und gleichzeitig geht häufig die Gesamtanlageneffektivität zurück. „Deshalb beobachten wir seit einigen Jahren einen Wandel bei unseren Kunden“, erklärt Georg Händel, Manager Technical Sales „Heavy Parts“ bei EMAG Leipzig. „Der Trend im Nutzfahrzeugbau geht weg von starren Produktionslinien. Stattdessen sind Anwender auf der Suche nach hochflexiblen Lösungen, die sich schnell für viele unterschiedliche Bauteile einrichten lassen und anschließend eine gleichbleibend perfekte Werkstückqualität bieten.“

Wachsender Erfolg im Markt

Maximale Flexibilität, minimale Nebenzeiten und hohe Qualität – diese Parameter standen folglich bei der Entwicklung der VMC-MT-Baureihe auf der Agenda von EMAG Leipzig. Die universellen Dreh-Fräszentren für die Bearbeitung von großen Futterteilen mit einem Durchmesser von bis zu 600 Millimetern und einem Gewicht von bis zu 500 Kilogramm sind bereits seit 2013 mit deutlich wachsendem Erfolg auf dem Markt und bei OEMs sowie Zulieferunternehmen im Einsatz. Beispielsweise werden  Planetenradträger, große Naben, Brems-Komponenten oder Differentiale von Nutzfahrzeugen oder Landwirtschaftsmaschinen auf den Maschinen der VMC-MT-Baureihe effizient und schnell bearbeitet. Warum genau setzen immer mehr Kunden auf diese Lösung? „Wir haben bei diesen Maschinen letztlich alle entscheidenden Produktivitätsfaktoren auf ein Maximum hin optimiert. In dieser Bündelung ist das für die Bearbeitung schwerer Futterteile absolut ungewöhnlich. Zudem lassen sich die Maschinen auf fast jede Anforderung hin präzise konfigurieren. Das überzeugt die Kunden natürlich“, erklärt Händel, der damit bereits auf die Kernaspekte der EMAG Konstruktion verweist:

  • Die VMC MT-Baureihe ist zunächst einmal eine klassische Drehmaschine mit einer außerordentlich leistungsstarken Hauptspindel inklusive Direktantrieb – eine ideale Voraussetzung für die Schwerzerspanung bei höchster Präzision.
  • Auch die leistungsstarke Dreh-Fräs-Spindel wird direkt angetrieben. Es kommen je nach Bedarf Dreh-, Bohr- und Fräs-Verfahren sowie multifunktionale Technologien zum Einsatz.
  • Das Werkzeugmagazin hat bis zu 80 Werkzeugplätze. Angesichts dieser Zahl und des integrierten Werkzeugmanagements können Kunden die Maschine für verschiedene Bauteile vorbereiten und zusätzlich viele Schwesterwerkzeuge im Magazin ablegen – beim Verschleiß eines der eingesetzten Werkzeuge stehen sie dann direkt für den automatischen Werkzeugwechsel zur Verfügung. Das Werkzeugmagazin kann übrigens auch während des Betriebs neu bestückt werden.
  • Die Maschine besitzt eine große seitliche Luke, durch die hindurch die automatisierte Werkstückbeladung erfolgt – je nach Kundenwunsch per Roboter oder Portal. Die manuelle Beladung bei kleineren Losgrößen oder beim Einrichten erfolgt durch die frontseitige Beladetür.
  • Für ein durchgängiges Qualitätsmanagement gibt es mehrere, sich ergänzende Messsysteme. Die Qualität der Werkstücke wird zum Beispiel mit einem Funkmesstaster überprüft, die der Werkzeuge über eine Lasermessbrücke.
  • Das Gesamtdesign der VMC-Baureihe orientiert sich daran, einen geringen Platzbedarf, Servicefreundlichkeit und höchste Gesamtanlageneffizienz sicherzustellen.

Passgenaue Lösungen für den Kunden

Gerade bei komplexen Teilen zeigt diese Kombination ihre volle Wirkung. Beispiel Planetenradträger: Die Bearbeitung des Bauteils erfolgt in zwei Operationen (OP 10 und OP 20) mit insgesamt bis zu 15 verschiedenen Werkzeugen. Dafür kommen zwei VMC 450 MT-Maschinen zum Einsatz, die mit einem Roboter verkettet werden – „FLEXline“ nennen die Konstrukteure bei EMAG Leipzig diese Gesamtlösung. Dabei ist ein entscheidender Vorteil, dass beide Maschinen parallel und unabhängig voneinander im Einsatz sind. Die fertigen Bauteile aus OP 10 werden auf einer Zwischenablage innerhalb der FLEXline abgelegt. So entsteht bewusst ein kleiner Materialpuffer, der dafür sorgt, dass die gesamte FLEXline kontinuierlich produziert, auch wenn die OP 20-Bearbeitung des gesamten Loses etwas länger duert als die OP 10-Bearbeitung. Daher kann die ruhende OP 10-Maschine während des laufenden Prozesses für ein neues Werkstück eingerichtet werden. „Auf diese Weise sinkt die Stillstandzeit der FLEXline beim Loswechsel letztlich auf Null“, erklärt Händel.  Und nicht zuletzt sorgt bewährte EMAG-Technologie für eine weiter ansteigende Produktivität. So stehen die hochdynamischen Achsen mit ihren kurzen Wegen ebenso für kurze Nebenzeiten und schnelle Produktionsabläufe.  

Universalität erhöht die Marktchancen

Schnelle Bauteilwechsel, niedrige Nebenzeiten, hohe Bearbeitungsqualität – angesichts dieser Vorteile sehen die Experten von EMAG Leipzig große Marktchancen für ihre Maschinen. „Die VMC MT  kann sowohl in der Prototypenfertigung als auch in der Serienproduktion im Bereich bis 80.000 Teilen pro Jahr zum Einsatz kommen“, sagt Händel. „In jedem Fall bietet sie den Anwendern bei der Bearbeitung von großen Futterteilen eine völlig neue Effizienz. Auch ‚24/7’ und ‚Industrie 4.0’ sind für EMAG FLEXline keine Fremdwörter, sondern klares Ziel. Davon profitieren auch die Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen, die Luft- und Raumfahrtindustrie oder der allgemeine Maschinenbau. Wir sind überzeugt: Die Flexibilität und Universalität der VMC MT-Baureihe setzt sich immer stärker im Markt durch.“

Ansprechpartner Presse und Veröffentlichung

Markus Isgro
EMAG GmbH & Co.KG
Austraße 24
D-73084 Salach
Fon: +49(0)7162/17-4658
Fax: +49(0)7162/17-199
e-mail: misgro@emag.com

www.emag.com

Markus Isgro | EMAG GmbH & Co. KG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge
06.09.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften