Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umweltbelastungen beim Press- und Tiefziehprozess einschränken

25.08.2009
Einerseits sind Kühlschmierstoffe für qualitätsgerechte Press- und Tiefziehprozesse nötig, andererseits führt das Verdampfen der Schmiermittel zu Belastungen des Umfeldes – der Menschen, des Raumklimas und der Anlagen. Neue Absaugeinrichtungen helfen, diese negativen Auswirkungen einzuschränken.

Bei der Fertigung von komplexen Tiefziehteilen kommt es sehr häufig zu einer hohen Temperaturentwicklung im Bereich der Werkzeuge sowie der Ziehteile. Der für die Umformung eingesetzte Schmierstoff verdampft teilweise und erzeugt innerhalb des Pressenschallschutzes sowie im Pressenumfeld eine erhebliche Aerosolentwicklung.

Leichtflüchtige Zieh- und Stanzöle verunreinigen die Luft

Resultierend aus dem Stößelhub sowie durch die Größe des Ziehkissens entsteht eine Luftverdrängung, die das Ausbreiten der Aerosole unterstützt. Eine weitere Expansion von luftverunreinigenden Stoffen entsteht durch den Einsatz von leicht verflüchtigenden Zieh- und Stanzölen.

Laut § 18 der Gefahrstoffverordnung ist eine Überwachung der Arbeitsbereiche notwendig. Gemäß TRGS 900 (Technische Regeln für Gefahrstoffe) darf beispielsweise der Luftgrenzwert von 10 mg/m³ (Dampf und Aerosol) nicht überschritten werden. Zum Schutz der Beschäftigten ist dabei die Emission von Aerosolen und Dampf nach dem Stand der Technik zu begrenzen.

Für den Schmiermittelhersteller Raziol ist neben dem Kerngeschäft auch die Entwicklung und Herstellung von Absaugtechnik ein Thema geworden. Ausgehend von der Weiterentwicklung der für die Sprühanlagen entwickelten Absaugtechnik entstand bei der Raziol Zibulla & Sohn GmbH das neue Geschäftsfeld der Absaugtechnik.

Raziol bietet umfassendes Leistungspaket zum Thema Absaugen

Dieses umfasst – ausgehend von einer individuellen Beratung – die spezifische Auslegung des benötigten Absaugvolumens (Luftvolumenstrom) unter Einbeziehung aller weiteren Emissionsquellen wie beispielsweise von Transporteinrichtungen der Fertigteile, Gitterboxen und anderes. Das Anlagenkonzept wird an die Produktionsabläufe, Steuerungstechnik und an die Produktionshalle des Kunden angepasst.

Dies allein genügt jedoch nicht, um den Anforderungen einer zeitgemäßen und effizienten Anlagentechnik gerecht zu werden. Der Einsatz von regenerativen Techniken, wie beispielsweise der Wärmerückgewinnung, rückt aufgrund der steigenden Energiekosten immer mehr in den Vordergrund.

So soll gemäß VDI-Richtlinie 2262 die Luftrückführung in der Form erfolgen, dass pro 1000 m³ abgesaugte Luft pro Stunde 430 m³ an Frischluft in die Produktionshalle eingebracht werden müssen. Somit entsteht ohne die Nutzung einer Wärmerückgewinnung ein erheblicher Energieaufwand, um die Luft zu erwärmen.

Lange Filterstandzeiten senken Kosten

Die eingesetzte Filtertechnik zur Abscheidung der Aerosole ist unabhängig in Bezug auf die verwendeten Schmiermittel und zeichnet sich durch lange Filterstandzeiten aus. Für die Kunden aus den verschiedensten Branchen realisiert Raziol individuelle Lösungen, übernimmt die komplette Anlagenplanung, die Umsetzung sowie den After-Sales-Service.

Weitere Informationen: Ferdinand Geiz, stellvertretender Vertriebsleiter Absauganlagen, Raziol Zibulla & Sohn GmbH in Iserlohn.

Annedore Munde | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/umformtechnik/articles/226984/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie