Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Chemnitz verstärkt Forschung bei naturfaserverstärkten Kunststoffen

13.10.2009
In ihrem Zentrum für Integrative Leichtbautechnologien (ZIL) hat die Technische Universität Chemnitz einen Zweischneckenextruder ZE 40 A x 50 D UTXi der Krauss-Maffei Berstorff GmbH, Hannover, in Betrieb genommen. Mit dem Hochleistungscompounder möchte die TU ihre Forschungen bei naturfaserverstärkten Kunststoffen ausbauen, wie der Maschinenbauer mitteilt.

In dem neuen Forschungszentrum in Chemnitz stehen insgesamt sechs Großanlagen für die Kunststoffverarbeitung, darunter eine Mehrkomponenten-Wendeplattenmaschine, eine RIM-Polyurethan-Anlage sowie ein IMC-Spritzgießcompounder der Krauss-Maffei Technologies GmbH, mit der bereits seit 2007 eine Zusammenarbeit besteht, heißt es. „Aufgrund unserer guten Zusammenarbeit mit der Krauss-Maffei-Gruppe lag es nahe, auch den Compounder dort zu kaufen. Aber das war nicht der Grund für unsere Entscheidung. Wir haben uns für den Zweischneckenextruder ZE 40 UTXi entschieden, weil uns die technischen Features und die hohe Flexibilität, die er für unsere Forschungen bietet, überzeugt haben“, sagt der Institutsleiter Prof. Dr. Lothar Kroll.

Zweischneckenextruder mit umfangreicher Ausstattung

Mit seinem Leistungsspektrum zwischen 50 und 250 kg/h biete der neue Zweischneckenextruder ZE 40 A x 50 D UTXi den Forschern der TU Chemnitz um Dr. Wolfgang Kempt, Fachgruppenleiter Extrusionstechnologien, sowohl die Möglichkeit Entwicklungsarbeiten durchzuführen als auch Kleinchargen für die Weiterverarbeitung zu produzieren. Technisch sei der Zweischneckenextruder hochwertig ausgerüstet:

-die eckigen Gehäuseelemente mit Hochleistungsheizpatronen in Verbindung mit der Verdampfungskühlung sorgten für eine optimale Temperierung,

-das patentierte C-Clamp-System gewährleiste einen raschen Gehäusewechsel und

-das Spektrum an Gehäusesegmenten und Schneckenelementen bietet Flexibilität.

Mit einem D/d von 1,46 weist der Extruder den Angaben von Krauss-Maffei Berstorff zufolge ein optimales Verhältnis von Einzugsvolumen zu Drehmoment auf und mit Drehzahlen von bis zu 1200 min-1 eignet er sich auch für Hochleistungscompoundieraufgaben. Eine Verfahrenslänge von 50 D ermögliche die variable Zudosierung der Zusatzstoffe, was insbesondere für die empfindlichen Langfasern von Vorteil sei.

Forschungszentrum widmet sich vor allem verstärkten Kunststoffen

Das ZIL fungiert als Kompetenzzentrum und Forschungspartner für kleine und mittlere Unternehmen der Kunststoffverarbeitung, wie der Maschinenbauer erläutert. Es konzentriere seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf neue kombinierte Verfahren zur Verarbeitung von verstärkten Kunststoffen mit Langfasermaterialien und Textilhalbzeugen durch Spritzgießen. Einsatz würden die Bauteile aus derartigen Materialien vor allem im Fahrzeug- und Flugzeugbau sowie in Schienenfahrzeugen finden, wo sie für eine Gewichtsreduktion sorgen und damit die Emission von Kohlendioxid verringern.

Stéphane Itasse | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/kunststoffundgummiverarbeitung/articles/234012/

Weitere Berichte zu: Kunststoffverarbeitung UTXi ZIL Zweischneckenextruder

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Die Zukunft des Fliegens auf dem Prüfstand
25.04.2018 | Technische Universität München

nachricht CI-Maschine von EMAG ECM: Hocheffektive Lösung für das Entgraten von komplexen Bauteilen
12.04.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics