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Reifenlogistik mit RFID optimiert

02.04.2009
Das Logwin-Reifenlogistikzentrum in Traiskirchen bei Wien setzt beim Handling von Kompletträdern auf RFID.

Statt Barcodelabels benutzt das Unternehmen RFID-Tags zur Identifizierung der Reifen. Bereits während der Einführungsphase im Sommer 2008 überzeugte die in das bestehende Warehousemanagement-System integrierte RFID-Technik mit mehr Tempo und höherer Zuverlässigkeit.

„Mit RFID vereinfachen wir das Handling, sparen Zeit und können Warenbewegungen noch zuverlässiger abbilden“, fasst Michael Peschek, Manager Project Office im Logwin-Geschäftsfeld Solutions in Österreich, die Pluspunkte der Verwendung von RFID in der Reifenlogitik zusammen.

Zurzeit nutzt Logwin RFID in der Reifenlogistik am Standort Traiskirchen ausschließlich im Bereich Komplettradmontage. Bei dieser logistischen Zusatzleistung verzeichnet der Logistikdienstleister eine kontinuierlich steigende Nachfrage. „Im Zwei-Schicht-Betrieb und auf vier bis fünf Produktionsschienen produzieren wir monatlich bis zu 41000 Kompletträder“, so Peschek.

Berührungsloses Erfassen der Räder im Pulk über RFID-Tags

In der Produktion ist die Aufbringung des RFID-Tags auf das komplett montierte Rad der letzte Arbeitsschritt innerhalb der Qualitätskontrolle. Damit erhält jeder Reifen seine eigene Kennnummer. Berührungslose Erfassung im Pulk RFID-Tags sind im Handling unempfindlicher als Barcodelabels. Fett, Schmutz oder Farbe beeinträchtigen ihre Lesbarkeit der RFID-Tags ebenso wenig wie Plastikverpackungen oder Falten, die beim Aufkleben der Tags auf die Reifen entstehen können.

RFID-Technik in der Reifenlogistik in nur sechs Monaten implementiert

Beim Passieren der verschiedenen Gates empfangen die computergestützten RFID-Lesegeräte die Kennnummern als Signale. Jeder einzelnen Nummer ist im Warehousemanagement-System eine Vielzahl von Informationen zugeordnet: Um welchen Reifentyp und welche Felge handelt es sich, zu welcher Charge gehört er, wann wurde er produziert? Wenn der Reifen ein Gate durchläuft, „verheiratet“ das Lesegerät die erfasste Kennnummer mit diesen Angaben.

Die Implementierung der RFID-Technik in das bestehende Warehousemanagement-System erfolgte in nur sechs Monaten. „Mit dem derzeitigen RFID-System nutzen wir bisher nur einen Teil der Möglichkeiten, die diese Technologie bietet“, sagt Thomas Eisen, Managing Director im Logwin-Geschäftsfeld Solutions in Österreich. „Wir können uns vorstellen, RFID in Zukunft auch an anderen Standorten einzuführen – insbesondere für die Produktgruppen, bei denen eine hundertprozentig genaue Kommissionierung ohne RFID sehr aufwändig ist.“

Claudia Otto | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/materialflusslogistik/autoid/articles/180185/

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