Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rasant in Form

01.03.2010
Das klassische Motoren-Tuning hat nach wie vor sehr viel mit mechanischer Bearbeitung zu tun. Was allerdings früher zumeist aufwändige Handarbeit war, erledigen heute - bis auf das Finishing - zum größten Teil moderne CNC-Bearbeitungszentren. Wie jene aus dem Hause Hermle.

Das Hobby zum Beruf machen und damit auch anhaltend Erfolg haben, ist den jeweiligen Protagonisten in den seltensten Fällen vergönnt: Doch gibt es durchaus eindrucksvolle Beispiele, wie sich aus purer Begeisterung - zum Beispiel für den Automobil-Rennsport - über die Jahre ein mittelständischer Technologie-Partner für die Automobil-Industrie und andere Bereiche entwickeln kann: Die Firma Siegfried Spiess Motorenbau GmbH. Ihre Ursprünge gehen auf den bekannten Rennfahrer und Firmengründer Siegfried Spiess zurück. Er konnte das "Benzin im Blut" ganz offensichtlich auch auf seine Söhne übertragen, weshalb im Jahr 1999 der Generationswechsel und damit die Stabübergabe an Holger und Jürgen Spiess erfolgte.

Mit nunmehr rund 30 Beschäftigten befasste man sich zunächst mit dem Rennmotorenbau, erweiterte aber ab 2006 das Liefer- und Leistungsportfolio um das Geschäftsfeld Forschung, Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Erprobung von leistungsgesteigerten Serienaggregaten sowie zusätzlich der Fertigung von speziellen Bauteilen und Baugruppen für die Automobilindustrie.

Untrennbar mit der Fertigung ist der Maschinenpark für die mechanische Bearbeitung und Herstellung der Teile verbunden, wobei sich Spiess hier vorwiegend auf Kurbelgehäuse, Zylinderkopf, Ventiltrieb (kinematisch + dynamisch), Trockensumpfsysteme, Wasserpumpen, Ventildeckel, Saugrohre, Kraftstoffversorgungssysteme sowie den zugehörigen Vorrichtungs- und Werkzeugbau konzentriert. In diesem Zusammenhang führt Jürgen Spiess, heutiger Geschäftsführender Gesellschafter der Siegfried Spiess Motorenbau sowie auch der J. Spiess Präzisionsteile, aus: "Wir haben zurzeit im Einsatz 3- bis 5-Achsen-Bearbeitungszentren und setzen dabei bevorzugt auf die Präzisionsmaschinen von Hermle AG, weil wir damit über einen langen Zeitraum von rund 20 Jahren immer sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Als wir bereits im Jahr 1987 den Einstieg in die CNC-Technik wagten, wollten wir die aufwändige manuelle Bearbeitung reduzieren und beschafften uns dafür eine Universal-Bohrfräsmaschine. Damit strebten wir das Bohren und Formfräsen zum Beispiel von Zylinderköpfen, Kanälen, Ventildeckeln und Ölwannen an, was uns aber nicht so richtig gelang; zumal Versprechungen nicht eingehalten wurden."

Kanalbearbeitung mit Bravour
Eher zufällig kam man mit den Gosheimern in Kontakt und stellte den Anwendungstechnikern die selben Aufgaben. Jürgen Spiess erinnert sich: "Sie lösten auf Basis der Universalfräsmaschine UWF 1002 unser Hauptproblem Kanalbearbeitung wirklich mit Bravour und erfüllten auch sonst unsere manchmal nicht so ganz einfachen Anforderungen. Die Zusammenarbeit lief und läuft so gut, dass wir mit den innovativen Bearbeitungszentren der C-Baureihe unser Technologie- und Bearbeitungsangebot beständig nach oben ausweiten konnten, was uns auch den Einstieg in das neue Geschäftsfeld erleichterte".
Heute sind bei den Spiess-Firmen insgesamt vier BAZ der Gosheimer im Einsatz, nämlich ein Bearbeitungszentrum C 800 U (seit 1997), ein C 800 V (seit 2001), ein weiteres C 800 U (seit 2002) und schließlich ein 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 50 U, das im Jahr 2008 beschafft wurde und auch für den Motorenbauer eine neue Dimension darstellt. Das ist vor allem dahingehend zu verstehen, dass mit dem C 50 U noch deutlich größere Werkstücke wie zum Beispiel der 5-Zylinder-Hochleistungsdiesel aus dem Race-Touareg von VW für die Ralley Dakar sowie andere große Bauteile in einer bis wenigen Aufspannungen komplett zu bearbeiten sind, was früher so gar nicht möglich war.

Die C 50 U läutete bei dem Motorenbauer, wie angedeutet, einen weiteren Technologiesprung nach oben ein; wobei die Fachkräfte in der mechanischen Fertigung durchaus gewiefte Profis sind, die schon aus den Universal-Bohrfräsmaschinen UWF und den Bearbeitungszentren der Baureihe C 800 U/V "sehr viel herausholen". Das ist zum Beispiel daran abzulesen, dass auf den BAZ`s C 800 V/U sämtliche Motoren für die DTM-Rennserie des Partners Opel, oder auch an die 800 verschiedene andere Werkstücke bearbeitet wurden und werden.
Doch mit Hilfe des 5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrums C 50 U zur Komplett-/Simultanbearbeitung komplexer Motorenteile (und anderer Bauteile) geht das alles noch ein gutes Stück besser, schneller und wirtschaftlicher.

Jürgen Spiess meint: "In unserem Geschäft lautet einer der Kundenwünsche oftmals von jetzt auf sofort und im Rennsport gilt es immer auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Deshalb brauchen wir zum einen schnelle, präzise und vor allen Dingen auch immer verfügbare Maschinen und zum anderen flexibel einsetzbare Fachleute.

Bezüglich Verfügbarkeit der Maschinen sind wir mit Hermle sehr zufrieden, denn im Fall der Fälle ist der Service schnell vor Ort und auch entsprechend ausgerüstet. Mit den Technologien der vier Bearbeitungszentren und besonders der C 50 U können wir unserer bestehenden Kundschaft und natürlich auch neuen Kunden ein Leistungspaket schnüren, das, in Kombination mit der Kompetenz im Motorenbau, wohl als einmalig zu bezeichnen ist".

Hermle | SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/Produktionstechnik--Werkzeugmaschinen/Antriebstechnik_id_2786__dId_484760__app_510-30205_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie