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Projekt Pro4Plast zeigt Wege zur Kostenreduzierung bei komplexen Kunststoffteilen

13.01.2009
Einer der Erfolgsfaktoren europäischer Kunststoffverarbeiter im Wettbewerb mit Niedriglohnländern besteht darin, Teile mit hoher Funktionsintegration schnell und kostengünstig zu produzieren. Am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) der RWTH Aachen wurde dazu nun das Projekt Pro4Plast aufgelegt. Ziel ist, die Kosten für komplexe Kunststoffteile in der Entwicklungsphase zu senken.

Wesentlicher Projektbaustein ist ein systematischer Ansatz. Damit wird eine Verringerung der Entwicklungszeit – von der Idee bis zum Erreichen des serienreifen Prozesses – von bis zu 50% angestrebt. Gleichzeitig soll mit der Reduzierung der Kosten um etwa 30% der neue Entwicklungsprozess auch wirtschaftlich interessant werden.

Dazu werden insbesondere die folgenden Projektinhalte bearbeitet:

-Der Produktentwicklungsprozess wird durch ein Software-Tool unterstützt, das einen systematischen Ansatz bei der Bauteilentwicklung sicherstellt. Somit wird der Entwicklungsprozess selbst verbessert, wodurch auch eine hohe Qualität der entwickelten Produkte erreicht wird. Zudem ist die Software zur Dokumentation der Produktentwicklung geeignet.

-Die bestehende Prozesssimulationssoftware Cadmould der Simcon kunststofftechnische Software GmbH, Würselen, wird zur Auslegung von Bauteilen mit integrierten Einlegeteilen weiterentwickelt.

-Um die Ergebnisse des Projekts für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nutzbar zu machen, werden umfangreiche Unterlagen zur Schulung entwickelt.

-Ein System zur Zertifizierung des Pro4Plast-Entwicklungsansatzes gibt dem Anwender die Möglichkeit, seine Kompetenz gegenüber seinen Kunden darzustellen.

-Als Nachweis für den Nutzen des Produktentwicklungsleitsystems werden innerhalb des Projekts Fallstudien durchgeführt. Dabei werden Bauteile in enger Zusammenarbeit zwischen Kunden und Zulieferer entwickelt, so dass der direkte Vorteil der Anwendung der Projektergebnisse aufgezeigt werden kann.

Das Gemeinschaftsprojekt Pro4Plast wird am IKV zusammen mit verschiedenen Institutionen und Unternehmen aus neun europäischen Ländern bearbeitet. Gefördert wird es von der EU innerhalb des Programms „Collective Research“. Dieses Programm unterstützt Maßnahmen zur Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die zwar über ein Innovationspotenzial, aber nur über begrenzte Forschungskapazitäten verfügen.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/kunststoffundgummiverarbeitung/articles/166470/

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