Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Produktiv Spritzgießen mit induktiven Drehgebern

07.07.2016

Maschinenkonzepte für das Spritzgießen von Kunststoffen setzen immer häufiger auf eine hybride oder sogar vollelektrische Antriebstechnik. Dabei übernehmen leistungsstarke elektrische Antriebe das Schließen der Form sowie das Dosieren, Einspritzen und Auswerfen ebenso wie die Betätigung der oftmals gekoppelten Entnahme-Roboter. Ziel ist eine permanente Durchsatzsteigerung, um die Produktivität der zyklusgesteuerten Spritzgießmaschinen weiter zu erhöhen. Unerlässlich für die erforderliche leistungsstarke und dynamische Antriebsregelung sind robuste Feedbacksysteme.

Die induktiven Drehgeber der Baureihen ECI/EBI/EQI 1100, ECI/EQI 1300 und ECI/EBI 100 von HEIDENHAIN sind die hierzu passenden Lösungen. Sie stehen für kleine (1100) oder große (1300) Achshöhen in Servomotoren ebenso wie für Hohlwellenapplikationen (100) zur Verfügung. Außerdem stehen Singleturn-Drehgeber (ECI) und getriebebasierende (EQI) oder batteriegepufferte Multiturn-Drehgeber (EBI) zur Wahl.


Überzeugen in Kunststoff-Spritzgießmaschinen: induktive HEIDENHAIN-Drehgeber der Baureihen ECI/EBI/EQI 1100 (rechts), ECI/EQI 1300 (Mitte) und ECI/EBI 100 (links)

Die Geräte weisen eine Auflösung von 524 288 Positionen pro Umdrehung auf. Eine Ausnahme bildet nur der EBI 1100 mit einer Auflösung von 262 144 Positionen pro Umdrehung. Der Messbereich der getriebebasierenden Multiturn-Drehgeber liegt bei 4096 Umdrehungen, der Messbereich der batteriegepufferten Drehgeber bei 65 536 Umdrehungen.

Alle Baureihen übertragen die Daten über die weit im Markt verbreitete rein serielle EnDat 2.2-Schnittstelle. Sie steht für EMV-sichere und schnelle Datenübertragung. Damit erfüllt sie höchste Ansprüche an die Regeldynamik.

Außer durch Performance und Konnektivität zeichnen sich die induktiven Geräte durch einen hohen Arbeitstemperaturbereich bis zu 115 °C und ihre Robustheit aus. Das induktive Abtastprinzip ermöglicht den Verzicht auf eine Rotorlagerung im Drehgeber und entkoppelt somit die Motorwelle vom Drehgeberstator.

Mechanische Belastungen auf der Motorwelle werden nicht an den Drehgeberstator weitergegeben. Trotz des lagerlosen Aufbaus können die induktiven Geräte bei Betriebs- und Montagetoleranzen mit gelagerten Geräten konkurrieren.

Für Antriebsachsen mit hohen Vibrationswerten auf den Motorgehäusen stehen Drehgeberausführungen mit einer Vibrationsbelastbarkeit von bis zu 400 m/s² nach EN 60068-2-6 zur Verfügung. Induktive Drehgeber von HEIDENHAIN stellen damit eine hohe Verfügbarkeit der Maschinen bei hoher mechanischer Belastung sicher – also genau dann, wenn die Maschinen unter Last hocheffizient große Stückzahlen produzieren.

Alle Drehgeber sind mit einem internen Temperatursensor, elektronischem Typenschild und EEPROM-Speicher zur Implementierung einer automatischen Inbetriebnahme ausgestattet. Darüber hinaus sind je nach Baureihe weitere Leistungsmerkmale verfügbar.

Hierzu gehören die Unterstützung von funktional sicheren Antriebsachsen, die Auswertung eines externen Temperatursensors sowie Diagnoseparameter. Die damit mögliche Überwachung des Betriebszustands unterstützt Strategien für eine vorausschauende Wartung einzelner Antriebsachsen.

Ein weiterer Vorteil der HEIDENHAIN-Drehgeber ist ihre konzeptionelle Durchgängigkeit. Sie ist ein Schlüssel für eine an Produktivität und Verfügbarkeit orientierte Spritzgießmaschinen-Technik. S

o kann bei entsprechender Auslegung der Motormechanik zwischen den induktiven Drehgebern und den optisch abgetasteten Drehgebern der Baureihen ECN/EQN 1100 bzw. ECN/EQN 1300 Anbaukompatibilität hergestellt werden.

Mehr Informationen unter: www.heidenhain.de

Kontakt für Fachpresse:
Frank Muthmann
DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH
83292 Traunreut, GERMANY
Tel.: +49 8669 31-2188
muthmann@heidenhain.de

Frank Muthmann | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Mehr Sicherheit beim Fliegen dank neuer Ultraschall-Prüfsysteme
20.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

nachricht VL- und VSC-Drehmaschinen von EMAG: Die Bremsscheiben-Produktion auf ein neues Level heben
16.11.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie