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Plattierte Werkstoffe bieten Alternative zu Edelstahl

21.10.2008
Wickeder Westfalenstahl präsentiert in diesem Jahr zusammen mit seinem Tochterunternehmen Engineered Materials Solutions (EMS, Attleboro, USA) zwei Neuentwicklungen auf der Messe Euroblech: Winox und Copper-Plus. Außerdem gewährt das Unternehmen viele interessante Einblicke in das umfangreiche Anwendungsspektrum plattierter Werkstoffe.

Winox heißt die neue und kostengünstige Alternative zum Edelstahl, beispielsweise dem 1.4404. Dabei handelt es sich um einen Plattierverbund aus Edelstahl-Weichstahl-Edelstahl. Anwendung findet das aus bis zu drei Lagen bestehende Band unter anderem bereits bei Kochgeschirr. Weitere Einsatzgebiete sind überall dort, wo zurzeit austenitische Edelstähle verwendet werden.

Verbundwerkstoff lässt sich so gut wie Edelstahl umformen

Die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten des neuen Verbundwerkstoffes sind nicht nur mit denen des Vollmaterials Edelstahl vergleichbar. Zusätzlich profitiert Winox von den Eigenschaften des Stahl-Kerns und verfügt über Festigkeit sowie eine gute Umformbarkeit.

Daraus ergeben sich für die weitere Verwendung neue Möglichkeiten, heißt es. Je nach Anwendung lässt sich der dreilagige Verbundwerkstoff (Edelstahl/Stahl/Edelstahl) auch in zwei Lagen (Edelstahl/Stahl) anfertigen. Die Banddicke kann je nach Bedarf von 0,5 bis 1,5 mm variieren.

So ist Winox gut zum Tiefziehen geeignet, wie bei Kochgeschirren, aber auch für dekorative Anwendungen und überall dort, wo höchste Oberflächen- und Sauberkeitsansprüche erfüllt werden sollen.

Metall-Lagen werden beim Verbundwerkstoff durch Wärmebehandlung verbunden

Bei der Entstehung werden die verschiedenen Metall-Lagen aus Edelstahl und Stahl an den vorbehandelten Kontaktflächen durch hohen Walzendruck verpresst. Durch die anschließende Wärmebehandlung (Diffusionsverschweißung) werden die Lagen untrennbar miteinander verbunden und die Kaltverfestigung aufgehoben.

Das Ergebnis, so Geschäftsführer Dr. Jürgen Platt, überzeugt: „Winox wird zukünftig Edelstahl in manchen Bereichen ersetzen können, denn das Material wird höchsten Ansprüchen absolut gerecht.“ Der neue Verbundwerkstoff ist nach Unternehmensaussage nicht nur aus ökonomischer, sondern auch aus ökologischer Sicht eine sinnvolle Alternative zum reinen austenitischen Edelstahl.

„Die neueste Innovation von Wickeder Westfalenstahl besteht aus einem untrennbaren Verbund zweier Werkstoffe: innen ein Kernband aus einer kostengünstigen DC-Güte, außen die homogene und blanke Oberfläche des Edelstahls. Das senkt die Materialkosten erheblich und schont gleichzeitig die Ressourcen von Legierungselementen wie Nickel und Molybdän. Eine Einsparung also, die nicht nur wirtschaftlich ist, sondern auch der Umwelt dient“, heißt es weiter.

Neuer Verbundwerkstoff aus Edelstahl und Kupfer

Copper-Plus von EMS ist wie Winox ebenfalls ein Plattierverbund. In diesem Fall besteht die Kombination aus Kupfer-Edelstahl-Kupfer. Im Vergleich zu Kupfer liegt die Besonderheit von Copper-Plus in der einfachen Verarbeitbarkeit, der höheren Festigkeit, dem niedrigeren Gewicht sowie in der Wirtschaftlichkeit.

Eingesetzt wird dieser Materialverbund vor allem für architektonische Anwendungen wie beispielsweise Bedachungen und Regenrinnen. Weitere Ausstellungsobjekte sind unter anderem Anwendungen aus Kaltband, Katalysator-Folie und Bimetalle.

Wickeder Westfalenstahl, Halle 16, Stand E26

Annedore Munde | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/konstruktion/werkstoffe/articles/151093/

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