Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues digitales Drehstellventil mit Bauteilen aus Zytel® HTN PPA hilft, Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu senken

07.07.2009
Das US-Unternehmen MileageMatrix, Inc. (www.mileagematrix.com) hat jetzt ein digitale gesteuertes Drehstellventil für Kfz-Kühlkreisläufe zur Serienreife entwickelt, das herkömmliche, analoge Thermostate schon bald ablösen könnte, weil es eine exakte, bedarfsabhängige Temperierung ermöglicht.

Dadurch lassen sich der Kraftstoffverbrauch und die damit verbundenen Emissionen ebenso wie der Verschleiß im Motor und Antriebsstrang signifikant reduzieren und zugleich die mögliche Nutzungsdauer der verwendeten Flüssigkeiten verlängern.


Foto: DuPont
Aus dem Hochleistungskunststoff Zytel® HTN PPA von DuPont sind drei zentrale Bauteile des neuen digitalen Drehstellventils von MileageMatrix, Inc., das herkömmliche Thermostate für den Kühlkreislauf von Verbrennungsmotoren ersetzen kann und dabei zu weniger Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen beiträgt.

Der Ventilkörper, das Zuleitungsrohr und der Verteiler des neuen Ventils bestehen aus dem Hochleistungspolyamid Zytel® HTN PPA (Polyphthalamid) von DuPont, das besonders beständig gegen bis zu 130 °C heiße Long-life-Kühlflüssigkeit und Feuchtigkeit ist. Zulieferer der Teile ist All Service Plastic Molding, Dayton/OH, USA. Dazu Tom Hollis, Director of Advanced Research bei MileageMatrix: „Bei der Werkstoffwahl haben wir besonderen Wert auf die Dimensionsstabilität gelegt, um sicherzustellen, dass alle bewegten Bauteiloberflächen stets von einem schmierenden Flüssigkeitsfilm benetzt sind. Zytel® HTN PPA verhält sich unter den gegebenen Bedingungen sehr gut, so dass wir dessen Gewichts- und Kostenvorteile gegenüber Metallen nutzen konnten.“

Hollis weiter: „Angesichts der hoch entwickelten Systeme in heutigen Kraftfahrzeugen überrascht, dass noch immer analoge Systeme eingesetzt werden, um das Herzstücks eines jeden Fahrzeugs, den Motor, zu temperieren und so vor Schäden zu schützen. Dabei ergeben sich Temperaturen, die höher oder niedriger sein können, als tatsächlich erforderlich. Beide Zustände vergeuden Energie, denn jedes Watt, das über den Kühler abgeführt wird, geht für den Antrieb verloren.“ Das digitale Drehstellventil (Digital Rotary Control Valve, DRCV) von MileageMatrix ermöglicht es, den Kraftstoff besser auszunutzen. Mit seiner Hilfe lässt sich der Motor verbrauchsgünstig bei exakt der Temperatur betreiben, die für die jeweilige Fahrsituation, Leistungsanforderung und Außentemperatur optimal ist. Dazu werden die aktuellen Messwerte an verschiedenen Stellen des Motorraums erfasst und zur Steuerung des DRCV ausgewertet. Die bisherige dreijährige Erprobung ergab eine mögliche Kraftstoffeinsparung von ca. 5 % im Jahresdurchschnitt. Derzeit durchläuft das DRCV ein umfangreiches, von den OEM vorgegebenes Testprogramm.

„Um den Verbrauch und die Schadstoffemission zu senken, müssen alle Antriebselemente nach dem Start rasch auf ihre optimale Betriebstemperatur gebracht und anschließend dort gehalten werden“, so Hollis. „Herkömmliche analoge Thermostate sind kostengünstig, erfüllen diese Aufgabe aber nur eingeschränkt. Unser neues digitales System optimiert den Betrieb dagegen nach dem Kaltstart ebenso wie im breiten Temperaturbereich des praktischen Einsatzes.“ Als weiteren Vorteil nennt Hollis die Tatsache, dass das Motoröl stets oberhalb des Taupunktes von Wasser gehalten wird, was verlängerte Ölwechselintervalle ermöglichen und damit den Verbrauch von Öl und den Anfall gebrauchter Ölfilter vermindern könnte.

„Die Digitaltechnologie für dieses Funktionsteil wurde bereits vor einigen Jahren entwickelt, aber zu jener Zeit hatten der Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemission noch nicht den heutigen Stellenwert“, so Hollis. „Wir haben die Zeit genutzt, um das System zu perfektionieren und die Eignung für alle Verbrennungsmotoren sicherzustellen. Besonders vorteilhaft ist es für Hybridantriebe, weil diese in spezifischen, optimierten Temperaturbereichen besser funktionieren. Jetzt ist die Zeit reif für diese Technologie.“

MileageMatrix Inc. ist ein aufstrebendes Unternehmen, das bei Innovationen und Technologien zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der Schadstoffemissionen eine führende Position einnimmt. All Service Plastic Molding, Inc. bildet zusammen mit der Minco Tool and Mold, Inc. die Minco Group (www.mincogroup.com), deren Leistungsangebot für die Kunststoffindustrie seit fünfzig Jahren von der Produktentwicklung bis zur Montage reicht.

DuPont Automotive bietet ein über 100 Produkte umfassendes Portfolio für die weltweite Automobilindustrie. Damit und mit Hilfe seines globalen Netzwerks anwendungstechnischer Zentren entwickelt DuPont Automotive kosteneffiziente Lösungen, die helfen, das Fahrzeuggewicht und damit den Verbrauch und die CO2- Emissionen zu senken, Funktionalitäten zu integrieren und dadurch den Montageaufwand und die Kosten zu senken und Innovationen schneller, besser und kostengünstiger zur Marktreife zu bringen.

DuPont ist ein wissenschaftlich orientiertes Produktions- und Dienstleistungs-Unternehmen. 1802 gegründet, setzt DuPont die Wissenschaften für nachhaltige Problemlösungen ein, die für Menschen allerorts das Leben besser, sicherer und gesünder machen. DuPont ist in über 70 Ländern aktiv und bietet eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen sowie Transport.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und Zytel® sind markenrechtlich geschützt für E.I. du Pont de Nemours and Company oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

Diese Mitteilung basiert auf Informationen von: MileageMatrix
Kontakt: Joe Tafoya, info@mileagematrix.com
Redaktioneller Kontakt:
Horst Ulrich Reimer
Telefon: ++49 (0) 61 02/18-1297
Telefax: ++49 (0) 61 02/18-1318,
E-Mail: Horst-Ulrich.Reimer@dupont.com

Horst Ulrich Reimer | DuPont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Das Auto lernt vorauszudenken
28.06.2017 | Technische Universität Wien

nachricht Stresstest über den Wolken
21.06.2017 | Hochschule Osnabrück

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften

Wellen schlagen

29.06.2017 | Informationstechnologie