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Messgerät erfasst Schwingungen am Arbeitsplatz

02.12.2008
In der EU sollen künftig alle Beschäftigten vor gefährlichen Schwingungen, die von Arbeitsgeräten oder –maschinen ausgehen geschützt werden. Die EU-Richtline 2002/44/EG verlangt von allen Arbeitgebern, dass sie die Vibrationsbelastung ihrer Mitarbeiter kennen oder erfassen und – falls erforderlich – Gegenmaßnahmen treffen.

Wie lässt sich ermitteln, ob Vibrationen am Arbeitsplatz die Gesundheit gefährden beziehungsweise wann die EU-Grenzwerte erreicht sind? Eine Lösung bietet die Grammer AG in Amberg: das Schwingungsmessgerät Movito D, eine Weiterentwicklung des Messgerätes Vibrocontrol. Wie erläutert wird, sind Design und Oberflächenstruktur überarbeitet und noch benutzerfreundlicher, die Software zur Erfassung der Daten wurde optimiert.

Schwingungsbelastung wird permanent erfasst

Das Messgerät, das ab 2009 erhältlich ist, wird beispielsweise einfach am Fahrersitz eines Gabelstaplers oder einer Baumaschine angebracht. Es misst permanent die Schwingungsbelastung und weist somit bereits im laufenden Betrieb frühzeitig auf Gefährdungen hin.

Eine Akkuladung reicht laut Grammer für eine Betriebsdauer von mindestens zwölf Stunden. Die Vibrationen eines Arbeitstages können aufgezeichnet werden. Zum Aufladen kann eine handelübliches USB-Ladegerät verwendet werden.

Datenübertragung per USB-Schnittstelle

Die vom Messgerät erfassten Daten werden per integrierte USB-Schnittstelle (ab Version 1.1) auf einen PC übertragen, in einer übersichtlichen Excel-Tabelle dokumentiert, gespeichert und archiviert. Bereits während der Arbeit erfährt der Fahrer über integrierte Trends-LED, welchem Maß an Schwingungen er an diesem Arbeitstag bereits ausgesetzt ist und ob diese Vibrationen ein gesundheitsgefährdendes Ausmaß erreicht haben oder noch erreichen werden. Im laufenden Betrieb wird der Fahrer durch optische und akustische Signale auf eine Überschreitung der Grenzwerte aufmerksam gemacht.

Ist der Messwert im roten Bereich, ist die Schwingungsbelastung erhöht. Die Indikation zum Handeln ist gegeben. Dafür bietet Grammer ab 2009 den Service Movito S an. Geschulte Grammer-Mitarbeiter kommen auf Wunsch in den Betrieb und führen dort eine erneute, genormte Messung durch. Diese Fachleute betrachten vor Ort alle Arbeitsabläufe unter den tatsächlichen Einsatzbedingungen. Die Daten werden ausgewertet. Anhand dieser Erkenntnisse erfolgt eine Beratung, um die richtigen Maßnahmen zur Reduzierung der Schwingungsbelastung ergreifen zu können.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/arbeitsschutz/articles/156097/

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