Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jedes Kilo weniger zählt – „Diät“ im Automobilbau dank Laserschweißen

19.06.2012
Nimmt das Gewicht eines Fahrzeugs um 100 Kilo ab, verringert sich sein Verbrauch um bis zu 0,3 Liter.

Deshalb wird in der Automobilindustrie jedes Bauteil daraufhin untersucht, ob es noch leichter werden kann. Wie innovativ die Ansätze sind, verdeutlicht der Pkw-Getriebebau. Hier gilt es, millionenfach herzustellende Zahnräder und ähnliche Bauteile zu „verschlanken“.



Damit das effizient funktionieren kann, setzen Maschinenbauer wie die EMAG Gruppe mit Sitz in Salach bei Göppingen auf High-Tech-Lösungen. Ein spektakuläres Beispiel dafür sind Laserschweiß-Anlagen.

Es ist ein zentrales Bauteil im Auto – unverzichtbar und millionenfach verbaut: das Differenzialgetriebe. Lässt sich ein optimiertes Bauteil noch leichter konstruieren und produzieren? Die Antwort der Konstrukteure ist verblüffend naheliegend: So wird bei deutschen Automobilunternehmen die bisher verwendete Schraubverbindung zwischen zwei Bauteilen des Differenzialgetriebes durch eine Schweißverbindung ersetzt. Dadurch sinkt die Materialmenge – angesichts der hohen Stückzahlen ein bedeutender Kostenfaktor. Gleichzeitig wird das Gewicht des Differenzialgehäuses um rund 1,2 Kilo leichter. „Für den Automobilbereich ist diese Einsparung natürlich eine Welt“, erklärt Dr. Andreas Mootz, Geschäftsführer EMAG Automation.

Prozessintegration sorgt für effiziente Abläufe

Aber wie funktioniert der Produktionsablauf beim Laserschweißen – schließlich gilt es, eine riesige Stückzahl herzustellen? Die Produktion erfolgt mit automatisierten Laserschweiß-Anlagen zum von EMAG. Die Maschine belädt sich selbst, anschließend werden die Bauteile miteinander verpresst und beim Laserschweißen verbunden. Abhängig vom Bauteil kommen weitere Prozesse innerhalb der Maschinen zum Einsatz. Der komplette Ablauf für ein Getrieberad erfolgt in nur zwölf Sekunden, die Komponenten eines Differenzials sind auf diese Weise in maximal 40 Sekunden fertig miteinander verschweißt. „Bei dem Verfahren des Laserschweißens lässt sich die Energie des Laserstrahls exakt dosieren“, erklärt Mootz.

Bei Getriebe-Komponenten weltweit führend

Insgesamt können die Laserschweiß-Spezialisten von EMAG auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurückblicken: Alle führenden Automobilisten haben die Technologie im Einsatz. Dabei hilft auch die allgemeine Marktentwicklung den deutschen Maschinenbauern: So sorgen zum Beispiel die erfolgreichen Doppelkupplungsgetriebe für eine erhöhte Zahnrad-Produktion. Auch konventionelle Schaltgetriebe verfügen in der Tendenz über mehr Gänge, weil auf diese Weise der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge sinkt.

Ansprechpartner
Herr Oliver Hagenlocher
Presse und Veröffentlichung
Telefon: +49 / 7162 / 17-267
Telefax: +49 / 7162 / 17-199
ohagenlocher@emag.com

Janine Christoph | EMAG Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.emag.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikro-U-Boote für den Magen

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Echoortung - Lernen, den Raum zu hören

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert

24.01.2017 | Wirtschaft Finanzen