Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit ICT-Analysen den gesamten Engineering-Prozess verbessern

02.09.2008
Quality Analysis präsentiert auf der AMB 2008 mit der ICT-Technologie eine neue Analysemethode, die auf Basis von Computertomografie die Konformitätsbegutachtung und Freigabeprozess von Erstmustern wesentlich beschleunigt. Die Vorteile dieses Verfahrens wurden anlässlich der Eröffnung des ICT-Dienstleistungszentrums in Dettingen/Teck bei Stuttgart demonstriert.

ICT steht für Industrielle Computertomografie und kombiniert zerstörungsfreie Röntgenstrahlmesstechnik mit modernster Auswertungs- und CAD-Darstellungssoftware. Dabei werden Werkstücke und Bauteile im Originalzustand mit Hochleistungs-Röntgenstrahlmaschinen durchleuchtet, 3D-Volumendaten erstellt und das gesamte Innenleben eines Prüflings sichtbar gemacht.

Mit diesem Verfahren lassen sich neue, mit taktilen oder optischen Messmethoden nicht oder nur unzureichend ermittelbare Eigenschaften von Prüflingen dokumentieren. Die ICT kann für Werkstücke aus Metall, Kunststoff oder Bauteilen aus unterschiedlichen Materialien in den Maßen von 1200 mm x 525 mm bei einem Gewicht von bis zu 100 kg eingesetzt werden. Neben der höheren Aussagekraft gegenüber herkömmlichen Messverfahren lassen sich damit auch die Prüfzeiten wesentlich verkürzen.

Ablauf einer ICT-Analyse

Bei Einsatz der Industriellen Computertomografie kann bereits vor der Herstellung der Bau-teile mit der Vorbereitung der messtechnischen Auswertung und Vermessung der Prüflinge begonnen werden. Dabei werden die von der Entwicklungsabteilung zur Auslegung des Bauteils verwendeten CAD-Daten für die Erstellung des ICT-Prüfplanes genutzt, indem die Bezugs- und Ausrichtpunkte des Bauteils bestimmt und die einzelnen Messpunkte festgelegt werden. Sobald das erste seriennah produzierte Bauteil fertig gestellt ist, wird es in der ICT-Anlage gescannt, über das Programm VG Studiomax in 3D-Volumendaten umgewandelt und in die Auswertungssoftware Calypso eingelesen.

Anschließend wird das 3D-Modell des gescannten Bauteils mit den CAD-Konstruktionsdaten über die Software Calypso ausgerichtet und die Messung anhand des bereits erstellten Prüfplanes durchgeführt. Die Messabweichungen werden in einem Protokoll dargestellt, entsprechend ihrem Abweichungsgrad farb-lich dargestellt und nach Wunsch statistisch ausgewertet.

Kunde erhält Messdaten zur Eigen-Analyse und Korrektur der Prozess-Parameter

Nach dem Scannen und der ersten Auswertung durch Quality Analysis werden die ermittel-ten Daten an den Kunden gesendet, der die Daten seines Prüflings mittels einer Viewer-Software begutachten kann. Die Abweichungen vom Ist-Wert sind entsprechend ihres Grades in unterschiedlichen Farbtönen dargestellt, so dass auf dieser Grundlage die bauteil- oder prozessspezifischen Modifikationen vorgenommen werden können. Bei Bedarf werden in Abstimmung mit Quality Analysis zusätzliche Messungen oder Analysen durchgeführt.

Abbildung des kompletten Innenleben eines Bauteils in allen Details

Mit der ICT sieht der Anwender die komplette Innen- und Außengeometrie seines Werkstücks in allen Details. Kleinste Abweichungen und Bauteilfehler werden in genau lokalisiert. Die Bandbreite der Auswertungen reicht von Wandstärken- und Porositätsanalysen, die Defekt- und Montagekontrolle bis hin zur Überprüfung von Eigenschaften, die mit herkömmlichen Messverfahren gar nicht möglich sind. So lassen sich nun auch weiche Materialien wie zum Beispiel Elastomere oder Gummiteile messtechnisch genau ermitteln. Aufgrund der Erfassung und Vermessung des unzerstörten Prüflings werden mit der ICT auch Volumen von Lufteinschlüssen, Bohrungen oder Flüssigkeiten erfasst.

Finite Elemente Berechnung über Re-Engineering möglich

Die tomografische Vermessung des Bauteils bietet zudem einen weiteren Vorteil. Mit den entstanden Daten kann über das Reverse Engineering eine Finite-Elemente-Berechung erstmalig am „realen“ Bauteil durchgeführt werden. Das heißt die entstandenen ICT-Daten des realen Bauteiles werden in CAD-Daten umgewandelt und anschließend über die FEM die Schwachstellen ermittelt. Dies war bisher nur an den konstruktiven und frei von prozess-bedingten Fehlern erstellten CAD-Daten möglich.

Whitepaper: Beispielhafte Anwendungsfelder der ICT

Neben den erweiterten Engineering-Möglichkeiten lassen sich mit der Industriellen Computertomografie zeit- und kostenmäßigen Vorteile für eine große Bandbreite von Produkten realisieren. Die Technologie bietet sich für die Analyse von Werkstücken mit komplexer Innengeometrie wie auch von Bauteilen, die aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind und die im Hinblick auf eine Vielzahl an Prüfmerkmalen untersucht werden müssen. Zu den Anwendungsbereichen zählen alle Zulieferbereiche für die Automobilindustrie, die Kunststoff- und Elektroindustrie, sämtliche gießtechnisch hergestellten Teile sowie die Vermessung von montierten oder zusammengesetzten Baugruppen.

Quality Analysis GmbH auf der AMB 2008: Halle 1, Stand Z104

Jürgen Schreier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1500&pk=142695

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge
06.09.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops