Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hitachi baut schnellsten Fahrstuhl der Welt

23.04.2014

"Ultra-High-Speed"-Lift erreicht 72 Kilometer pro Stunde

Der japanische Elektrotechnik- und Maschinenbaukonzern Hitachi http://hitachi.com hat angekündigt, den schnellsten Lift der Welt bauen zu wollen.


Entwurf: das geplante CTF Finance Centre in Guangzhou

(Foto: hitachi.com)

Laut Angaben des global agierenden Unternehmens soll der neue "Ultra-High-Speed"-Fahrstuhl nach seiner Fertigstellung Personen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.200 Metern pro Minute - das entspricht umgerechnet 72 Stundenkilometern - in luftige Höhen befördern.

Geplanter Errichtungsort ist das "CTF Finance Centre", ein 530 Meter hoher Wolkenkratzer, der gegenwärtig in der südchinesischen Stadt Guangzhou aus dem Boden gestampft wird. Als voraussichtlicher Fertigstellungstermin wird das Jahr 2016 angegeben.

"Mit dem neuen Fahrstuhl reagiert Hitachi auf den zunehmenden Trend von immer größeren und höheren Gebäuden der vergangenen Jahre", heißt es vonseiten des japanischen Konzerns. Dieser habe schließlich schon 1968 den schnellsten Lift Japans entwickelt, der zur damaligen Zeit bereits eine Geschwindigkeit von rund 300 Kilometern pro Stunde erreichen konnte.

Mit dem geplanten "Super-Lift" wolle man nun aber in eine völlig neue Dimension vorstoßen. "Dieser Fahrstuhl wird mit 1.200 Metern pro Minute nicht nur den Speed erreichen, um den bisherigen Geschwindigkeitsrekord zu brechen, sondern Passagieren auch einen vollkommen sicheren und bequemen Transport garantieren", betont Hitachi.

Sicherheits- und Support-Features

Um dieses Versprechen einhalten zu können, haben die hauseigenen Ingenieure dem neuen Hightech-Fahrstuhl gleich eine ganze Reihe von nützlichen Sicherheits- und Support-Features verpasst. So sorgt etwa ein spezielles extrem hitzeresistentes Bremssystem dafür, dass der Lift nach seiner rasanten Fahrt besonders sanft abgebremst wird. Zusätzlich wird äußerst sensible Sensortechnik in jeder der Ecken des Lifts verbaut, die Unebenheiten und seitliche Schwankungen der Führungsschienen im Fahrstuhlschacht erkennen und ausgleichen soll.

Auch für das bekannte Taubheitsgefühl, das bei einigen Menschen auftreten kann, wenn bei einer schnellen Fahrt mit einem Lift innerhalb kurzer Zeit eine große Zahl von Höhenmetern überwunden werden, hat sich Hitachi etwas einfallen lassen: "Wir haben eine eigene Technologie zur Anpassung des Luftdrucks entwickelt, die die Veränderung des Drucks in der Fahrstuhlkabine reduziert, die bei schnellen und langen Vertikalbewegungen ein Problem sein kann."

In 43 Sekunden in den 95. Stock

Läuft alles nach Plan, wird der neue "Super-Fahrstuhl" die Besucher des CTF Finance Centres in Guangzhou in knapp 43 Sekunden von dem ersten in den 95. Stock befördern können. Damit wäre die Entwicklung von Hitachi tatsächlich der klare Rekordhalter im Speed-Ranking der Wolkenkratzerlifte. Der derzeitige Rekord liegt in Taiwan, wo Passagiere im "Taipei 101 Buildung" ganze 37 Sekunden brauchen, um vom fünften in das 89. Stockwerk zu gelangen.

Markus Steiner | pressetext.redaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Sturmfeder bekämpft Orkanschäden
23.10.2017 | Westfälische Hochschule

nachricht rollFEED® Turning auf EMAG Maschinen: Tempomacher für die Drehbearbeitung
17.10.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Add-ons: Was Computerprogramme und Proteine gemeinsam haben

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Sparsamer abheben dank Leichtbau-Luftdüsen

23.10.2017 | Materialwissenschaften