Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Funk-Messtaster reduziert Übertragungsfehler

06.11.2009
Wenn die Sichtverbindung zwischen einem Messtaster und dem Empfänger während eines Messvorgangs nicht sichergestellt ist, können Übertragungsfehler die Ergebnisse verfälschen. Ein Messtaster auf Basis einer neuen Funktechnik soll unempfindlich gegen Störeinflüsse sein und die Signale schnell übertragen.

In Maschinen mit großen Arbeitsräumen, in der Fünf-Achs-Bearbeitung oder bei Applikationen, die das Eintauchen des Messtasters in ein Werkstück erfordern, kann die Verbindung zwischen Messtaster und Empfänger möglicherweise nicht ständig sichergestellt werden. Um in diesen Fällen eine zuverlässige Übertragung der Daten zu erhalten, hat Blum-Novotest, Anbieter von Mess- und Prüftechnik, einen Funk-Messtaster im Programm, der den Angaben zufolge zuverlässige Hochgeschwindigkeitsmessungen ermöglicht.

Der Messtaster TC60 soll hinsichtlich Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Bedienerfreundlichkeit deutliche Vorteile bieten. Er kommt bei der automatischen Ermittlung von Werkstückposition, Werkstücklage und Werkstückabmessungen in Bearbeitungszentren zum Einsatz.

Jedes einzelne Bit des Funksignals läuft über das gesamte Frequenzband

Ein wichtiger Vorteil des Funk-Messtasters soll die schnelle und robuste Datenübertragung sein. Anstatt der auf dem Markt üblichen Übertragung via Kanalsprungverfahren oder Kanalzuordnung, sendet der Messtaster seine Daten mittels der im Unternehmen entwickelten BRC-(Blum-Radio-Communication-)Technik.

Der Vorteil dieser Technik liege zum einen darin, dass jedes einzelne Bit eines Funksignals über die gesamte Breite des verwendeten Frequenzbandes läuft. Dadurch soll die Übertragung besonders unempfindlich gegen Störeinflüsse sein.

Funk-Messtaster überträgt Schaltsignale besonders schnell

Zum anderen beeindrucke die Technik durch eine sehr kurze Übertragungszeit. Funktaster-Systeme benötigen üblicherweise 10 ms und mehr für die Übertragung des Schaltsignals, so das Unternehmen. In der Praxis komme es jedoch häufig vor, dass Anwender den Vorschub während der Messung aufgrund der Gefahr einer Kollision per Override-Drehknopf verringern.

Dadurch können Fehler entstehen, weil die tatsächliche Antastgeschwindigkeit nicht mehr der entspricht, mit der das System kalibriert wurde. Weil die BRC-Technik jedoch nur 1,7 ms für die Übertragung benötige, kann dieser durch unkonstante Messgeschwindigkeit ausgelöste Fehler nahezu eliminiert werden.

Die Konzeption des Messtasters ermögliche deutlich höhere Messgeschwindigkeiten als bei vergleichbaren Systemen. Wird sonst mit 400 bis 500 mm/min gemessen, kann der Taster mit maximal 3000 mm/min eingesetzt werden. Mit dieser Geschwindigkeit verkürzt sich der Messvorgang.

Der Funk-Messtaster ist mit einem Messwerk ausgestattet, das bereits in anderen Messtastern des Herstellers seit Jahren eingesetzt wird. Das patentierte Messwerk arbeitet mit einer modifizierten Planverzahnung und ist rotationssymmetrisch aufgebaut – so bietet es in allen Messrichtungen ein konstantes Antastverhalten ohne Vorzugsrichtung.

Schaltsignalgenerierung erfolgt optoelektronisch

Ein weiterer Vorteil für den Kunden soll sich in der Art der Schaltsignalgenerierung zeigen: Sie erfolgt optoelektronisch durch Abschattung einer Miniaturlichtschranke und ist damit quasi verschleißfrei.

Zudem habe der Messtasters eine lange Batteriestandzeit und eine benutzerfreundliche Bedienung. Geht man von einer in der Industrie üblichen Auslastung von 5% aus, wird ein Batteriewechsel laut Hersteller ungefähr in vier Monaten fällig sein.

In puncto Anlernen zeige sich der Taster sehr bedienerfreundlich. Dazu dienen der Funkempfänger RC66 und das Interface IF59-A2. Der Funkempfänger könne, wie auch sein Infrarot-Pendant, an die anwendungsspezifischen Montagebedingungen angepasst werden.

Funkempfänger kann direkt an die Maschinenwand montiert werden

Dafür steht umfangreiches Zubehör zur Verfügung; mit dem Front-Kit beispielsweise kann der Funkempfänger direkt an die Maschinenwand montiert werden. So könne es nicht zu Späneansammlungen am Empfänger oder störenden Kabeln im Arbeitsraum kommen.

Das Interface IF59-A2 kann sowohl zur Infrarot- als auch Funkübertragung eingesetzt werden. Von Vorteil ist dies für den Maschinenhersteller hinsichtlich der Bevorratung und Maschinenvorbereitung.

Für den Endkunden bedeutet es, dass ein bereits installiertes Messtastersystem des Herstellers unkompliziert auf die Funkübertragung umgerüstet werden kann. Dabei wird lediglich die in der Maschinenwand montierte IR-Empfängereinheit durch den anbaukompatiblen Funkempfänger ausgetauscht. Das Interface IF59-A2 verbleibt im Schaltschrank, für den Anwender reduzieren sich somit die Kosten und der Aufwand.

Funk-Messtaster lässt sich einfach anlernen

Zum Anlernen des Messtasters und der Basisstation wird am Interface per Wählschalter eine Adresse eingestellt. Über einen Schalter werden alle inaktiven Messtaster im Umkreis angesprochen.

Mit einem im Lieferumfang enthaltenen Magnetpin wird der entsprechende Messtaster per Hand ausgewählt und ist damit der am Interface eingestellten Adresse zugewiesen. Die sonst üblichen Anlernschritte an schwer zugänglichen und häufig auch verschmutzten Stellen in der Maschine entfallen den Angaben des Herstellers zufolge komplett.

Monika Zwettler | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messundprueftechnik/articles/237713/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexiblere Turbomaschinen entwickeln
23.05.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen
23.05.2017 | Westsächsische Hochschule Zwickau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften