Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elf Millionen Euro Fördergelder für den Sonderforschungsbereich 489 und das Forschungsprogramm Transregio 73 bewilligt

20.11.2008
Doppelter Jubel an der Fakultät für Maschinenbau

Gleich doppelt jubeln können heute die Maschinenbauer der Leibniz Universität Hannover. Der Senatsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die weitere Förderung des Sonderforschungsbereichs 489 „Prozesskette zur Herstellung präzisionsgeschmiedeter Hochleistungsbauteile“ genehmigt.

Dies bedeutet zirka sieben Millionen Euro, die dafür in den nächsten drei Jahren bereit gestellt werden. Zusätzlich fließen für den überregionalen Sonderforschungsbereich „Transregio 73-Blechmassivumformung“, gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Universität Dortmund, etwa vier Millionen Euro für die kommenden vier Jahre nach Hannover.

Die knapp elf Millionen Euro bedeuten für die bewilligten Forschungszeiträume insgesamt mehr als 40 Stellen für wissenschaftliches und technisches Personal. „Die Beurteilung der DFG ist in beiden Fällen exzellent ausgefallen“, sagt Prof. Friedrich-Wilhelm Bach, Dekan der Fakultät Maschinenbau und Sprecher des Sonderforschungsbereichs 489. „Mit der Prozesskette zur Herstellung präzisionsgeschmiedeter Hochleistungsbauteile sind wir in der letzten Phase eines zwölf Jahre währenden Forschungsvorhabens angelangt.“

Der Geschäftsführer des SFBs, Dipl.-Math. Kai Kerber, erläutert: „Basierend auf der Idee von Prof. Eckart Doege, arbeiten wir heute zusammen mit der Industrie an Prototypen und der Markteinführung der innovativen Technologien.“ Die Forscherinnen und Forscher des Produktionstechnischen Zentrums Hannover seien sogar von der DFG ermutigt worden, einen fortführenden SFB mit einer erweiterten Fragestellung zu initiieren.

Dass die Maschinenbauer auch in bundesweiten Forschungskooperationen spitze sind, belegt eindrucksvoll der Transregio 73. Gemeinsam mit der bayerischen Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der nordrheinwestfälischen TU Dortmund wird eine neue Fertigungstechnologie entwickelt, die die Vorzüge und Gestaltungsmöglichkeiten von Blech- und Massivumformung zusammenführt.

„Damit ist es möglich, die Funktionen von Blechbauteilen zu erweitern, die Bauteil-Komplexität zu erhöhen, robustere und zuverlässigere Teile in kürzerer Zeit herzustellen und somit die Wirtschaftlichkeit von Produktionsbetrieben zu steigern“, erläutert die Sprecherin des Transregio 73, Prof. Marion Merklein aus Erlangen. Sie ist deutschlandweit die erste Frau, die einem ingenieurwissenschaftlichen Sonderforschungsbereich vorsteht.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Dipl.-Math. Kai Kerber vom Institut für Werkstoffkunde unter Telefon +49 511 762 4303 oder per E-Mail unter kerber@iw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Dr. Stefanie Beier | Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Das Auto lernt vorauszudenken
28.06.2017 | Technische Universität Wien

nachricht Stresstest über den Wolken
21.06.2017 | Hochschule Osnabrück

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive