Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computerspieltechnik hilft bei Maschinenentwicklung

10.11.2010
Mit einer auf Computerspiele-Technologie basierenden Entwicklungssoftware von Siemens werden neue Maschinen einfacher und schneller konzeptioniert und ihre komplexe Funktion schon in einer frühen Phase simuliert.

Je nach Aufgabenstellung spart man mit dem neuen Mechatronics Concept Designer bis zu 20 Prozent der Entwicklungszeit. Mit der Lösung können alle beteiligten Fachabteilungen von Anfang an gemeinsam eine Maschine entwickeln, statt wie bisher zeitlich versetzt zu arbeiten.


Der Mechatronics Concept Designer ist das erste Entwicklungstool dieser Art für die Konzeption einer komplexen Maschine. Das Programm wurde kürzlich auf der Fachmesse PLM Europe in Linz vorgestellt.

Das Designtool bedeutet insbesondere für Hersteller von Werkzeugmaschinen einem großen Schritt nach vorne. Solche Maschinen fertigen Werkstücke aus einem vorgegebenen Material, das sie zum Beispiel schleifen, stanzen oder fräsen. Die komplexen, programmgesteuerten Anlagen wickeln unzählige Arbeitsschritte ab und an ihrer Entwicklung sind Experten für Mechanik, Elektrik und Steuerungssoftware beteiligt.

Das Konzept einer neuen Maschine wird heute meist mit Bleistift und Papier skizziert. Basierend darauf baut man ein mechanisches Modell. Erst dann liegen die Informationen für das elektrische Design vor – zum Beispiel wie viele Sensoren, Aktoren oder Elektromotoren nötig sind.

Mit dem Mechatronics Concept Designer entwerfen dagegen alle Spezialisten gemeinsam eine virtuelle Maschine – inklusive aller Motoren, Sensoren oder Aktoren – und erstellen dabei Datenstrukturen, mit denen jede Disziplin direkt weiterarbeiten kann. Das Programm basiert auf interaktiver Spielesoftware und simuliert das Maschinenverhalten in Echtzeit im dreidimensionalen Modell.

Wie in einem Computerspiel kann man dabei auch in eine laufende Simulation eingreifen. Einmal erstellte Objekte lassen sich mitsamt ihren mechatronischen Daten – beispielsweise ein Greifer mit Geometrie, Bewegungsabläufen, Sensoren und Motoren – in einer Bibliothek ablegen. Das Verfahren spart nicht nur Entwicklungszeit, sondern erhöht zusätzlich die Qualität der Anlage, da bereits validierte Komponenten verwendet werden. Auch spätere Umbauten sind leichter und schneller möglich.

Der Mechatronics Concept Designer wurde im Geschäftsgebiet PLM Software(Product Lifecylce Management) von Siemens Industry entwickelt und verfügt über offene Schnittstellen zur Interaktion mit Werkzeugen von Industry Automation und Drive Technologies. (IN 2010.11.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge
06.09.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften