Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Breite Oberflächen direkt in der Fertigungsumgebung schnell vermessen

16.10.2008
Ein Laser-Profil-Sensor ist für das schnelle Vermessen von mattschwarzen und reflektierenden schwarzen Oberflächen geeignet. Aufgrund des breiteren Blickfeldes und eines höheren Datendurchsatzes über eine einzelne Gigabit-Ethernet-Verbindung können mit dem System Fehler schnell lokalisiert werden. Dies reduziert den Ausschuss in der Fertigung.

Der kanadische Bildverarbeitungsspezialist LMI hat einen Laser-Profil-Sensor entwickelt, der besonders zum Vermessen breiter Oberflächen geeignet ist. Der Hochgeschwindigkeitssensor mit der Bezeichnung Eye-Con 2000 ist mit einer einzelnen Gigabit-Ethernet-Verbindung ausgestattet.

Profilsensor ist den Angaben zufolge nicht nur für das schnelles und hochauflösende Vermessen von mattschwarzen und reflektierenden schwarzen Oberflächen geeignet, beispielsweise für Gummi, sondern eignet sich auch für die Vermessung von Stärke, Breite und Profil von Komponenten, die für die Lagerung bestimmt sind.

Schnelle Fehlererkennung reduziert den Ausschuss

Wie das Unternehmen ausführt, ist der neue Sensor einer der schnellsten Inspektions-Sensoren in der Gummi- und Reifenindustrie. Aufgrund des breiteren Blickfeldes und eines höheren Datendurchsatzes über eine einzelne Gigabit-Ethernet-Verbindung könne der Nutzer schneller und zuverlässiger Fehler lokalisieren und reduziere Falschmeldungen und Ausschuss.

Der Lasersensor kann laut LMI 4000 Profile pro Sekunde ohne Verlust von Qualität und Steuerung erfassen. Wenn die Anwendung eine andere Geschwindigkeit benötigt, kann der Sensor auf eine Profilrate von 2 kHz optimiert werden. Beide Profilraten eignen sich für den hohen Produktions-Durchlauf in der Gummi- und Reifenindustrie.

In das Sensorsystem sind zwei Kameras integriert, um den Gegenstand zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten zu beobachten. Über das Gigabit-Ethernet-Protokoll kann mit Hilfe von Taktgebersignalen eine Synchronisation besser als ±1,0 µs erreicht werden. Die Integration der beiden Kameras liefert so mit den Messdaten des Profils ein hochauflösendes Bild des Querschnittes.

Ein komplettes System mit vier Sensoren und einem Taktgeber hat die Möglichkeit, synchronisierte Dateien von allen Seiten des Reifens zu generieren, um ein 3D-Bild des kompletten Reifens darzustellen. Diese Messung läuft mit hoher Genauigkeit und Wiederholgenauigkeit über eine einzelne Gigabit-Ethernet-Verbindung ab. Power over Ethernet (Energieversorgung über Ethernet) macht Entfernungen des Sensors von der Rechnerstation bis zu 100 m möglich.

Der Eye-Con 2000 nutzt die Bausteine des Fire-Sync-Modul-Systems. LMI Technologies hat unter der Bezeichnung Fire-Sync eine vollständig modulare Vision-Sensor-Plattform entwickelt, die aus Hardware- und Software-Komponenten besteht. Das System ermöglicht zum einen die Synchronisierung im Mikrosekundenbereich und zum anderen die schnelle und einfache Integration von Komponenten in einem skalierbaren Machine-Vision-System.

Vision-Anwendungen einfach aufbauen

Die Plattform ermöglicht den Angaben zufolge die Entwicklung eines einfachen vereinheitlichten Designs zum Aufbau von Vision-Anwendungen, von Smart-Sensoren bis hin zu Webscanning-Systemen, von der Spezifikation bis zur Endmontage. Laut LMI Technologies löst Fire-Sync das klassische Problem der Synchronisierung von Beleuchtungs-, Kamera- und Verarbeitungskomponenten und ermöglicht die Entwicklung eines voll skalierbaren Designs.

Die Plattform besteht aus einer Reihe von fest integrierten OEM-Hardware- und Software-Komponenten. Die Komponenten umfassen Sensor-Controller, Kamera und integrierte Sensoren, Machine-Vision-Software, industrielle Computer, Beleuchtung und andere. Für die Konfiguration der ausgewählten Komponenten gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, je nach Anforderung und Anwendung.

Die Plattform umfasst eine Reihe von Neuheiten im Bereich Machine-Vision, heißt es weiter. Zum Beispiel verleiht die Verwendung eines Serdes-Hochgeschwindigkeits-Chipsets dem Sensor-Controller die Fähigkeiten, Bilder von bis zu vier CMOS-Kamerakanälen zu liefern und Daten mit Geschwindigkeiten bis 320 MBytes/s zum Fire-Sync-M200-Sensor-Controller zu übertragen.

Außer den vier verschiedenen unabhängigen Kamerakanälen umfasst das System die Unterstützung für das Preprocessing, DSP-Algorithmen und Gigabit-Vernetzung. Der Sensor-Controller sorgt für eine präzise Steuerung des Kameralichts und der DSP-Funktionen. Nach der Deserialisierung werden die Bilddaten direkt in den Hostspeicher übertragen, durch die Verarbeitung mittels des DSP komprimiert und über Gigabit-Ethernet zur weiteren Verteilung und Reduktion an PC-Systeme übertragen.

Maximale Lichtintensität bei kurzen Arbeitszyklen

Hochgeschwindigkeits-CMOS-Kameras haben eine VGA- bis Mexapixel-Auflösung; die gepulsten Laser und LED-Quellen sorgen für eine maximale Lichtintensität bei kurzen Arbeitszyklen und somit für eine lange Lebensdauer. Die Netzwerk-Routing-Kontrolle ermöglicht die flexible Kontrolle von großer und verteilter Topographie.

Udo Schnell | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messundprueftechnik/articles/150589/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

nachricht Das Auto lernt vorauszudenken
28.06.2017 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

New 3-D imaging reveals how human cell nucleus organizes DNA and chromatin of its genome

28.07.2017 | Health and Medicine

Heavy metals in water meet their match

28.07.2017 | Power and Electrical Engineering

Oestrogen regulates pathological changes of bones via bone lining cells

28.07.2017 | Life Sciences