Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Blickpunkt

27.11.2008
Gemeinschaftsprojekt sichert Zukunft des EnergiemarktesMit „E-DeMa“ ist ein Gemeinschaftsprojekt auf den Weg gebracht worden, das sich der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten widmet, mit denen das Optimierungspotenzial moderner Informationstechnologien in dezentralen Strommärkten erschlossen und ausgeschöpft werden kann. Das Kürzel „E-DeMA“ steht für die „Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zum E-Energy-Marktplatz der Zukunft“.

Gemeinschaftsprojekt sichert Zukunft des Energiemarktes

„Die günstigste Kilowattstunde ist die, die nicht erzeugt werden muss“, mit diesen Worten brachte Dr. Joachim Schneider, Vorstand der RWE Energy AG, Dortmund, die zentrale Aufgabe auf den Punkt. Das klingt logisch, doch der Weg dorthin ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden, denen sich ein Konsortium, das sich aus den Unternehmen RWE, Siemens, ef.ruhr, Stadtwerke Krefeld, Miele und Prosyst zusammensetzt, stellen will.

Bund fördert Gemeinschaftsprojekt

Mit diesem Gemeinschaftsprojekt, das bis zum Jahr 2020 in der Modellregion Ruhrgebiet umgesetzt worden sein soll, hat das Konsortium im März dieses Jahres einen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) bundesweit ausgeschriebenen Förderpreis gewonnen.

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Marktplatzes für gewerbliche und private Stromkunden. Diese sollen über Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) an einen offenen elektronischen Marktplatz angeschlossen und darüber mit Energiehändlern, Verteilnetzbetreibern und weiteren Akteuren auf dem Energiesektor vernetzt werden.

Damit bestimmt der so genannte „Prosumer“ das Geschehen, der aktive Kunde, der einerseits Energie erzeugt und in das Verteilnetz einspeist und sie andererseits auch konsumiert. Die Steuerung von Verbrauern und Erzeugern soll durch ein intelligentes IKT-Gateway auf Basis von Preissignalen erfolgen.

Internet der Energie als Ziel

Auf dem Weg zu diesem „Internet der Energie“ gilt es, „im energiepolitischen Dreieck zwischen Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit die richtige Balance zu finden“, so Prof. Dr.-Ing. Michael Laskowski, Projektleiter und Konsortialführer von „E-DeMA“. Damit dies für Mülheim und Krefeld auch gelingt, setzt das Konsortium auf komplementäre Kompetenzen. „So wie RWE sich um die Entwicklung von Produkten und die Generierung eines neuartigen Marktes kümmern wird, hat jeder Partner seine im zugedachte spezifische Ausgabe“, führte Schneider im Rahmen der Kickoff-Veranstaltung aus.

So wird sich Siemens um die Entwicklung der erforderlichen Hard- und Softwarelösungen kümmern. Der ef.ruhr als Verbund der Ruhr-Universitäten Duisburg/Essen, Bochum und Dortmund soll das Projekt wissenschaftlich begleiten. Die Stadtwerke Krefeld werden neben RWE die Modellregion Krefeld realisieren und Miele wird gemeinsam mit Siemens die Harmonisierung von Schnittstellen und Protokollen vorantreiben. Für die Umsetzung der erforderlichen Datenstrukturen innerhalb des Gesamtsystems von „E-DeMA“ sorgt das Softwareunternehmen Prosyst.

Sabine Vogel | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/energietechnik/articles/155701/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexiblere Turbomaschinen entwickeln
23.05.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen
23.05.2017 | Westsächsische Hochschule Zwickau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften