Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Topologieoptimierung profitiert von Designfreiheit beim Gießen

27.11.2007
Wo in Anlagen, Maschinen und Geräten ausreichend Bauraum für die Komponentengestaltung gelassen wird, kann die Topologieoptimierung zum Tragen kommen. Vorausgesetzt: Man beherrscht ein Fertigungsverfahren, das fehlerfrei und wirtschaftlich das gestalterische Ergebnis in Form bringt. Beim Gießen ist das der Fall. Aufwändigere Freiformflächen werden nur einmal mechanisch hergestellt (im Werkzeugbau), danach vielfach durch Abformen reproduziert.

Das Ergebnis wurde von der Gießerei Claas Guss, Bielefeld, vorgestellt: eine gegossene Achse eines Miniladers. Die fertigungstechnischen Anforderungen aufgrund der Bauteilgeometrie ließen sich nur im Gießverfahren erfüllen.

Die gegossene Achse ist laut Claas Guss ein Beispiel dafür, wie das Gießen zum Erfolg des Endprodukts beitragen kann: Die Allradlenkung verleiht dem Minilader nicht nur eine hohe Wendigkeit, sondern auch eine erhöhte Standsicherheit im Gelände und beim Transport schwerer Lasten. Außerdem sorgen Radnabenmotoren für eine hohe Fahrdynamik und einen niedrigen Fahrzeugschwerpunkt.

Darüber hinaus verläuft die Ladeanlage in der unteren Endlage durch den Achsbereich, was die Last noch näher ans Fahrzeug bringt. Das wirke sich positiv in Sachen Nutzlast aus, erhöht jedoch auch den funktionalen Anspruch an die Gestaltung der Achse, den die Topologieoptimierung erfüllt und das Gießen umsetzt.

Diese Kombination aus Konstruktion und Fertigung, die Claas Guss auf der Fachmesse Newcast 2007 in Düsseldorf präsentierte, hat nicht nur die Kunden in der Bielefelder Gießerei überzeugt. So erhielt sie auf der Messe den Newcast Award 2007 in der Kategorie „Beste Substitution eines anderen Fertigungsverfahrens“.

Ausgezeichnet wurde ein gegossener Sockel von Claas Guss für einen Hydraulikmotor in einer Erntemaschine. Das Vorgängermodell bestand aus zehn Brennteilen, die, teilweise vorbearbeit, aufwändig miteinander verschweißt werden mussten. Danach war eine Nachbearbeitung erforderlich. Der gegossene Sockel wird einteilig hergestellt, ohne Werkzeugkerne. Er muss nur noch auf Maß bearbeitet werden.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/giessenundschmieden/articles/99385/

Weitere Berichte zu: Fertigungsverfahren Minilader Topologieoptimierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge
06.09.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie