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Flach- und Profilschleifen mit sechs Achsen in neuen Dimensionen

20.09.2007
Vielseitigkeit ist Trumpf, vor allem dann, wenn es um das Bearbeiten von Werkstücken geht. Ziel von Fertigungsplanern ist es deshalb, Werkstücke möglichst komplett in einer Aufspannung zu bearbeiten. Voraussetzung dazu sind Maschinen, die entsprechend leistungsfähig sind, wie die modular aufgebaute Flach- und Profilschleifmaschine Broachmaster 1600 von Reform.

Sie kann mehr, als nur Zahnräder und Keilwellen in Form zu bringen, weil die Entwicklungsmannschaft dieser Maschine nicht nur vier, sondern zwei Achsen mehr spendiert hat, nämlich eine Querachse und eine zusätzliche Schwenkachse für die Schleifspindel. „Die Querachse ermöglicht den Einsatz von zwei unterschiedlichen Schleifscheiben; dadurch ist es nicht mehr notwendig, beispielsweise beim Schleifen von Räumwerkzeugen die Schleifscheibe zwischen dem Spankammerschleifen und dem Schärfen zu wechseln. Das reduziert die Bearbeitungszeit deutlich“, erläutert Harald Mayr, Projektleiter Profilschleifen der Reform Maschinenfabrik Adolf Rabenseifner GmbH & Co. KG, Fulda.

Schleifmaschine mit Zusatz-Schwenkachse

Die zusätzliche Schwenkachse erweitere den Einsatzbereich auf schrägverzahnte Räumwerkzeuge. Die Liste ihrer Fähigkeiten ist lang, angefangen vom Profilieren mit beliebigen Schrägungs- und Drallwinkeln über das Hinterschleifen von Profilen bis hin zum Schärfen von Räumnadeln. So können beispielsweise die Spannkammer und das Profil eines Räumwerkzeugs in einer Aufspannung aus dem Vollen im Tief- oder Pendelschleifverfahren hergestellt werden. Dadurch entfällt das bisher übliche Umspannen. Die Folge ist eine Qualitätssteigerung um bis zu drei Stufen.

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Zur Maschinensteuerung gehört ein Paket von parametrierbaren Abricht-, Mess- und Schleifzyklen, mit denen alle Bearbeitungsaufgaben gelöst werden können. Das Steuerungskonzept ermöglicht es dem Bediener, parallel zum laufenden Schleifprozess alle Bearbeitungsaufgaben für die nächste Schleifoperation zu parametrieren.

Zur Profilerzeugung gibt es zwei Möglichkeiten, zum einen die parametrierbare Profilgenerierung für Standardprofile, die einen PC mit Profilsoftware voraussetzt, wobei Standardprofile bereits in dieser Software hinterlegt sind und einfach durch Parametrisierung erzeugt werden können, zum anderen die Profilaufbereitung mit einem PC mit Profilsoftware und DXF, so dass Sonderprofile über das Austauschformat DXF von einem externen CAD-Programm eingelesen werden können.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/maschinen/articles/93675/

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